Bundesliga zeigt sich wegen ÖVP-NÖ-Vorstoß zu Polizeikosten überrascht
Die Volkspartei Niederösterreich hatte jüngst vorgeschlagen, die Gebühren und Kostenersätze für Polizeieinsätze rund um Fußballspiele anzupassen. Nun reagiert die Bundesliga darauf.
"Die Vereine zahlen im Gegensatz zu einigen europäischen Ländern jetzt schon für Polizeieinsätze", erklärte am Mittwochnachmittag Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer gegenüber der APA. Die Kosten von 46 Euro pro Beamten und Einsatzsstunde erhalten die Vereine vorab und dieser gilt für den Nahbereich des Stadions. Ein entsprechender Antrag auf Anpassung dieser Kostenersätze wurde von der ÖVP Niederösterreich angekündigt. Das verwundert Ebenbauer: "Die Frage, die sich nun stellt, ist, wie weit geht die Verantwortung des Veranstalters, etwa wenn Rapid in Innsbruck spielt. Beginnt sie dann schon bei der Abreise am Bahnhof in Wien? Und diese Problematik betrifft ja nicht nur den Fußball, sondern auch Veranstaltungen wie Nova Rock, aber auch der Opernball."
Die Volkspartei argumentiert dennoch mit Verursacherprinzip, Erwerbsinteresse und Gefährdungspotential, das bei Fußballspielen gegeben wäre. Die Kosten für die Vereine sind indes schon jetzt nicht gering. Rapid gab gegenüber der APA an, in der vergangenen Saison 1,2 Millionen Euro gezahlt zu haben, die Austria eine Million - ohne dem Aufwand für Ordnerdienst und Sicherheitspersonal.