Schwächen Salzburgs Abgänge den Kader für die Champions League?

Bei Österreichs Fußball-Meister Red Bull Salzburg gibt es diesen Sommer wieder einmal einen Umbruch. Mehrere Stammkräfte haben das Interesse von Klubs aus dem Ausland geweckt. Dabei stehen bald die wichtigsten Spiele der Ära Red Bull mit der erstmaligen Teilnahme an der Gruppenphase der UEFA Champions League an.

Doch Österreichs Abomeister will offenbar nicht in arrivierte Spieler investieren, um für die Königsklasse gerüstet zu sein. Viel eher möchte man mit jungen hungrigen Talenten die Lücke schließen, die die abgewanderten Leistungsträger hinterlassen haben. Was bedeutet das für die Ambitionen in der Champions League? Und wie könnte sich das auf die Meisterschaft auswirken?

 

Wer kommt, wer geht?

Zunächst ein Blick auf die bisherige Transferbilanz des Meisters. Abgeben worden sind absolute Leistungsträger wie Xaver Schlager (7 Tore und 7 Assists in 67 Bundesligaspielen; zu Wolfsburg), Munas Dabbur (44 Tore in 76 Bundesligapartien; zu Sevilla) und Hannes Wolf (16 Tore und 11 Vorlagen in 52 Bundesligaspielen; zu RB Leipzig). Dazu gehen mit Stefan Lainer (21 Assists in 144 Spielen in der Bundesliga) und Fredrik Gulbrandsen ( 20 Tore in 63 Bundesligapartien) jahrelange Stützen des Kaders. Zudem fällt Keeper Alex Walke aufgrund der Fußverletzung länger aus. Ihn soll Rückkehrer Carlos Miguel (von Philadelphia) ersetzen.

Neu ins Team kamen bislang junge Spieler oder Leih-Rückkehrer. Aufrücken sollen auch der ein oder andere Spieler aus der zweiten Mannschaft bzw. von Liefering. „Es gibt nun einmal einen Wechsel in der Mannschaft in diesem Sommer“, sagt Salzburgs Sportdirektor über den Transfersommer. „Wir haben dennoch viele Jungs mit hoher Qualität. Ich kann versprechen, dass wir einen guten und erfolgreichen Fußball spielen werden.“

 

Neuzugänge:

Bryan Okoh – von Vaud

Benjamin Sesko – von Domzale

Peter Pokorny – von Liefering

Gideon Mensah – von Liefering

Sekou Koita – von Liefering

 

Rückkehrer:

Hee-chan Hwang – von HSV

Mathias Honsak – von Holstein Kiel

David Atanga – von Greuther Fürth

Asger Sörensen – von Regensburg

Majeed Ashimeru – von St. Gallen

 

Kann Salzburg zum 6. Mal in Folge österreichischer Meister werden?

Schon jetzt wird heiß diskutiert, welches Team der nächste österreichische Fußball-Meister werden könnte. In den vergangenen Jahren fiel die Antwort meist sehr schnell auf Salzburg. Den Vorhersagen nach könnte es in dieser Phase des Umbruchs aber so spannend wie schon lange nicht mehr werden. Red Bull lässt einige Arrivierte gehen, während sich andere Klubs wie die Austria und Sturm mit aufregenden Trainern verstärkt haben. Der Buchmacher bwin sieht aber dennoch den Serienmeister vorne. Für die Meisterwette gibt es eine Quote von 1.17. Rapid Wien folgt dahinter mit 9.00, vor LASK mit 11.00. Trotz Abgänge führt also der österreichische Meister nur über die Bullen.

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Wie schauen Salzburgs Champions-League-Chancen aus?

Auch aufgrund der starken Europacup-Leistungen der Salzburger erarbeitete sich Österreich in der UEFA-Fünfjahreswertung einen Fixplatz für die kommende Champions-League-Saison. Die Bullen überstanden sechsmal die Vorrunde der Europa League und kamen dort 2018 bis ins Halbfinale. Die Mozartstädter haben ihr Qualifikationstrauma selbst abgelegt, indem sie diesen festen Platz in der Gruppenphase geholt haben. Als österreichischer Meister dürfen sie an der Gruppenphase der europäischen Königsklasse teilnehmen, ohne durch die Qualifikation zu müssen, die ihnen in den vergangenen Jahren so oft zum Verhängnis geworden ist.

 

Die Bullen werden in der Champions League aus Topf 3 gezogen. Das heißt, dass ihnen Teams wie Leverkusen, Inter und Lyon erspart bleiben sollten, die viel internationale Routine mitbringen. Aus dem 4. Topf sind Mannschaften möglich, die an guten Tagen wohl in Schlagdistanz sind. Dazu zählen allen voran Genk, Galatasaray und Atalanta. Salzburg gehört zu den ganz großen Außenseitern dieses Bewerbes, wie die Kollegen von Wettformat recherchiert haben. Auf den Gesamtsieg der Salzburger gibt es Wettquoten von über 150.00. Nur acht Vereine bekommen höhere Quoten. Aber die Prognosen für einen dritten Platz schauen nicht so schlecht aus. Dann würde Salzburg im nächsten Frühjahr in der Europa League weiterspielen und zum vierten Mal in den letzten sechs Saisons überwintern, zum dritten Mal in Folge.