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Wiener Derby: Maßnahmenbeschwerden eingebracht

Nun ist es so weit rund um den Kessel beim 328. Wiener Derby. Laut 'Wiener Zeitung' wurden zwei Dutzend Maßnahmenbeschwerden am Wiener Verwaltungsgericht eingebracht.

"Wir haben immer kritisiert, dass das Verhalten nicht verhältnismäßig war", sagt Helmut Mitter von der 'Rechtshilfe Rapid' gegenüber der Wiener Zeitung. Mit den zwei dutzend Maßnahmenbeschwerden soll geprüft werden, ob das Verhalten der Polizei verhältnismäßig war. Mitterer meint weiter, dass nicht möglich sei, gegen einzelne Polizisten vorzugehen, "reichen wir eine Maßnahmenbeschwerde gegen die Behörde ein. Wir kritisieren aber auch den Einsatz als Ganzes."

Die 'Rechtshilfe Rapid' habe sich aber auf die Fälle konzentriert, die als besonders aussichtsreich erachtet werden. Die Zeitung zitiert Verwaltungsrechtsexperten Daniel Enöckl: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Gericht es für zulässig erachtet, dass 1337 Menschen stundenlang festgehalten werden, weil fünf Menschen Schneebälle geworfen haben." Die Rechtshilfe möchte ein Bewusstsein für die Problematik der Polizeirepression schaffen. Der Exekutive drohen Amtshaftungsansprüche, etwa Schadenersatz. Vonseiten der Fans hält man noch fest: "Das Polizeiverhalten war keineswegs ein Einzelfall."

 

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