SKN St. Pölten hielt Transfersperre vier Monate geheim

Über vier Monate hielt der SKN St. Pölten die Transfersperre vor der Öffentichkeit geheim. Wurden auch die Spieler und Trainer nicht informiert? Und welche Rolle spielt Manager Andreas Blumauer dabei?

Brisante Nachrichten gibt es aus St. Pölten. Wie weltfussball.at berichtet, hat der SKN St. Pölten die Informationen über die Transfersperre bereits viel früher erhalten als es der Öffentlichkeit kommuniziert wurde. So wurden die NIederösterreicher laut dem Internationalen Sportgerichtshof bereits am 14. September 2018 über die Transfersperre informiert. Der SKN ging damit am 23. Jänner 2019 an die Öffentlichkeit. 

 

Das wirft einige Fragen auf:

* Wusste der damalige SKN-Trainer Didi Kühbauer darüber Bescheid und wenn ja, war es ein Druckmittel für einen raschen Abgang? 

* Kühbauers Nachfolger Ranko Popovic dürfte laut weltfussball.at-Recherchen nicht von der Transfersperre informiert worden sein. Darauf deuten Aussagen kurz nach Amtsantritt hin, wo er über die Verpflichtung eines Linksverteidigers und eines Stürmers sprache.

* Hat der SKN Spieler informiert, die er zum Probetraining eingeladen hat, wie etwa Philipp Zulechner, der im Jänner 2019 bei den Niederösterreichern zu Gast war und mittlerweile bei Erzgebirge Aue unter Vertrag steht.

* Gunter Spitzhütl, bis vor Kurzem SKN-Vorstand meinte vor einigen Tagen in der NÖN: "Ich bekam nie ein FIFA-Schreiben zu sehen." Gegenüber weltfussball.at wollte er zum SKN “nichts mehr sagen.”

* Im Zeitraum zwischen 14. September 2018 und 23. Jänner 2019 gab es laut weltfussball.at-Recherchen zumindest eine Vorstandssitzung. Es drängt sicher daher die Frage auf: Wurden die Informationen zur Transfersperre sogar innerhalb des Vorstands zurückgehalten und welche Rolle spielt dabei General-Manager Andreas Blumauer?

Brisante Fragen, denen 90minuten.at in den kommenden Tagen nachgehen wird! >> zum Artikel von weltfussball.at