Jürgen Klopp räumt ein, dass Liverpool finanziell nicht mit Manchester City mithalten kann

In den letzten Jahren sind die Transfersummen deutlich in die Höhe geschossen. Besonders die Klubs aus der Premier League geben zusammen jede Transferperiode mehre 100 Millionen Pfund aus, um ihre Mannschaften zu verstärken. Die englische Liga genießt dabei seit Jahren eine gewisse Vormachtstellung, was die Finanzkraft angeht, da sie als beste Liga Europas einen sehr lukrativen Fernsehrechtevertrag abgeschlossen hat. Hier können die anderen Ligen Europas nicht mithalten. Aber auch innerhalb der Premier League gibt es deutliche Unterschiede im Etat.

Da seit der Öffnung des Transferfensters der UEFA Champions League Gewinner FC Liverpool keine großen Verpflichtungen bekannt gab, sah sich der deutsche Erfolgstrainer Jürgen Klopp während der Vorbereitung auf die neue Saison genötigt, zu den Transferaktivitäten der Reds Stellung zu nehmen. Er meinte, „dass sie relativ entspannt sind und abwarten werden, was noch komme“. Gegenüber der Webseite des englischen Traditionsvereins bekräftigte er noch mal, dass es sicher „nicht das spektakulärste Transferfenster der Vereinsgeschichte des LFC werden wird. Der Verein habe in den letzten zwei Jahren sehr viel Geld in die Mannschaft investiert und könne nicht jedes Jahr Hunderte Millionen Pfund für Neuverpflichtungen ausgeben“.

Liverpool kann zwar mit den meisten Klubs der Premier League, wie dem Champions League Finalgegner Tottenham Hotspurs, finanziell mithalten, doch ist die Kaufkraft mancher europäischer Topteams deutlich größer. Neben Paris Saint Germain, welches in den letzten Jahren Hunderte Millionen Euro für Spieler, wie Neymar oder Kylian Mbappé ausgab, ist hier besonders der Ligakonkurrent und aktuelle Titelträger Manchester City zu nennen. Die Citizens haben in den vergangen zwei Jahren etwa eine halbe Milliarde Pfund für neue Spieler ausgegeben, während Liverpool in der gleichen Zeitspanne „nur“ 300 Millionen Britische Pfund in das Team investierte. Auch in dieser Transferperiode befindet sich Man City neben vielen spanischen Mannschaften unter den Teams, die am meisten für Transfers ausgegeben haben.

Auch in dieser Transferperiode, die in England noch bis 8. August läuft, hat Man City schon über 80 Millionen Euro für 2 Spieler investiert. Liverpool hat hingegen nur 1,9 Millionen Euro für das niederländische Abwehrtalent Sepp van den Berg ausgegeben. Glaubt man aktuellen Gerüchten, könnte dies die einzige Verpflichtung des FC Liverpool bleiben. Zwar wird immer wieder der deutsche Nationalspieler Timo Werner als Neuzugang gehandelt, doch ist die veranschlagte Ablösesumme für den Leipziger dem FC Liverpool wohl zu hoch. Werner, der noch ein Jahr Vertragslaufzeit bei RB Leipzig hat, könnte aber durchaus nächstes Jahr den Weg an die Anfield Road suchen. Es ist aber auch denkbar, dass Werner der nächste Dominostein sein wird, der nach der Entscheidung von Leroy Sané fällt. Dieser wird aktuell bei den Bayern gehandelt. Kommt der Wechsel, der wohl der absolute Rekordtransfer der Bundesliga werden würde, zustande, könnte Werner als Ersatz zu Sanés Verein Manchester City wechseln. Entscheidet sich Sané wiederrum, bei City zu verbleiben, könnte Werner in den Fokus der Bayern rücken.

Jürgen Klopps aussagen sind zwar deutlich und es wird nicht damit gerechnet, dass die Reds noch einen Spieler von Weltklasseformat vor der Saison verpflichten, doch kann sich dies, wenn sich eine Gelegenheit ergibt, schnell ändern. Da Liverpool keine Leistungsträger verlor und letztes Jahr in allen Wettbewerben um den Titel mitkämpfen konnte, ist eine Verstärkung der Mannschaft auch nicht unbedingt notwendig.