Abstiegskampf in der Bundesliga: Zu früh für Spekulationen?

Nach inzwischen sechs gespielten Spieltagen kann man sagen, dass die Bundesligasaison in vollem Gange ist. An den ersten Spieltagen gab es schon einige Überraschungen. Nun da schon ein Drittel der Hinrunde gespielt ist, lohnt sich ein Blick auf die aktuelle Tabelle der Bundesliga. Dabei ist überraschend, dass der FC Bayern nicht ganz vorne steht und der FC Schalke 04 einer der Abstiegsplätze belegt.

Alle Experten rechnen damit, dass die Bayern sich von ihrer „Minikrise“ erholen und am Ende wieder ganz vorne stehen. Schalke wird sicherlich auch die Kurve bekommen, und am Ende um die internationalen Plätze mitspielen. Als Favoriten auf den Abstieg gelten ganz andere. Diese Teams sind recht unterschiedlich gestartet, werden aber am Ende wohl alle im unteren Tabellendrittel landen. Es ist vielleicht etwas früh, um darüber zu spekulieren, wer genau absteigt. Die Mannschaften, die um den Abstieg kämpfen werden sind wohl Fortuna Düsseldorf, der 1. FC Nürnberg, der SC Freiburg, Hannover 96 und Eintracht Frankfurt.

Das Team, das die größten Schwierigkeiten haben wird, die Liga zu halten, ist Düsseldorf. Das Team von Trainer Friedhelm Funkel ist erst gerade aus der 2. Bundesliga aufgestiegen und hat somit einen dünnen Kader mit sehr wenig Bundesligaerfahrung. In den ersten Spielen war zu sehen, dass die Mittel der Düsseldorfer begrenzt sind, sie aber alles reinwerfen werden, um die nötigen Punkte zu holen. Ob dies am Ende reicht, um die Klasse zu halten, ist mehr als fraglich.

Der FC Nürnberg ist die Fahrstuhlmannschaft überhaupt. Der Rekordabsteiger wurde mit dem Aufstieg der letzten Saison auch zum Rekordaufsteiger. So muss der Club schon alleine aus Tradition zu den Teams gezählt werden, die für den Abstieg in Frage kommen. Nach der 7:0-Klatsche am 5. Spieltag in Dortmund dachten viele, dass das Team aus Franken nun zerbricht, allerdings siegten die Nürnberger am 6. Spieltag und stehen aktuell im Mittelfeld der Tabelle.

Ein weiterer Kandidat für den Abstieg ist der SC Freiburg. Das Team aus dem Breisgau ist traditionell im unteren Tabellendrittel zu finden. Dies hängt unter anderem mit den begrenzten finanziellen Mitteln des Vereins zusammen. Allerdings hat es Christian Streich die letzten Jahre immer geschafft, eine Einheit aus seinen Spielern zu formen, die im Abstiegskampf besteht. Nach schlechtem Start haben die Freiburger punkten können und stehen somit aktuell auf Tabellenplatz 13.

Aktuell müssen sich besonders die Anhänger von Hannover sorgen machen, dass ihr Team absteigt. Eigentlich galten die Hannoveraner lange als Team aus dem Mittelfeld der Bundesliga. In den letzten Jahren zeigte der Trend aber ständig nach unten. Nach dem schlechten Start mit 2 Punkten aus sechs Spielen sieht es gar nicht gut für Hannover aus. Sie haben aktuell auch schon die Rote Laterne inne.

Etwas überraschend wird auch Eintracht Frankfurt zu den Abstiegskandidaten gezählt. Nachdem das Team letztes Jahr alle Erwartungen übertroffen hat, gehen viele davon aus, dass durch den Abgang von Erfolgstrainer Kovac und die Mehrbelastung durch den internationalen Wettbewerb, die Mannschaft Probleme bekommen könnte, die Liga zu halten. Aktuell stehen die Hessen im gesicherten Mittelfeld der Tabelle.