Offener Brief von Steffen Hofmann an die Rapid-Fans

Heute Abend sagt Steffen Hofmann den Rapid-Fans mit einem Abschiedsspiel Servus. Kurz vor Anpfiff hat er sich nochmal mit einem offenen Brief an seine Anhänger gewandt.

In seinem offenen Brief holt Steffen Hofmann zum großen Rundumschlag in Sachen Dankbarkeit aus: Neben den Fans und Mitgliedern von Rapid bedankt er sich bei seinen Mitspielern und Trainern sowie den Betreuern, Mitarbeitern und Funktionären des Clubs, die ihn in fast 16 Jahren in Wien begleitet haben. Besonders dankt er aber seiner Familie: seiner Frau Barbara und den drei Kindern des Paares, seinen Eltern und seinen Großeltern sowie allen Familienmitgliedern in Österreich und Deutschland.

Hofmann wurde nach dem letzten Bundesliga-Heimspiel von Rapid am 20. Mai gegen Altach offiziell verabschiedet. Dazu schreibt er in seinem offefen Brief: "Es wird mir unvergessen bleiben, das Drehbuch war fast kitschig. Über das Tor und den Sieg gegen Altach habe ich mich unglaublich gefreut, die Ovationen und Jubelstürme von Euch haben mich schier überwältigt!" Auf sein Abschiedsspiel freut er sich selbstverständlich sehr: "Es wird mir heute noch einmal eine Freude und Ehre sein, für unseren Klub und Euch spielen zu dürfen, das war es mir bei jedem einzelnen Match. Ich danke Euch, freue mich auf meine neue Aufgabe bei unserem Herzensverein und möchte abschließend nur noch sagen: LANG LEBE RAPID!"

 

Der Brief im Wortlaut:

 

Liebe Rapid-Fans!

Ich bin und war immer ein Fußballer, der das Spiel liebt und das wird auch immer so bleiben. Nun kommt aber die Zeit für die nächste Phase in meinem Leben. Eine wunderschöne Ära endet, aber ich freue mich auf die Herausforderungen der Zukunft! Emotional ganz besonders, dass ich diese bei meinem Herzensverein, dem SK Rapid, in einer sehr verantwortungsvollen Position meistern darf!

Heute möchte ich noch einmal danke sagen! Allen voran meiner Familie: Meiner Frau Barbara, die ich wenige Wochen nach meinem Umzug nach Wien kennen und lieben lernte, und unseren drei Kindern. Meinen Großeltern und meinen Eltern, ohne die ich es nie hätte schaffen können, meinen Traum vom Profifußball zu verwirklichen! Aber auch danke allen anderen Familienmitgliedern in Deutschland und Österreich sowie vielen guten Freunden in meinen mittlerweile zwei Heimatländern!

Ohne meine Wurzeln in Bayern wäre der Sprung nach Hütteldorf nie gelungen, meinen ehemaligen Vereinen in Kirchheim, Würzburg und München bringe ich große Dankbarkeit entgegen. Ganz besonders auch den zahlreichen Wegbegleitern in meinen fast 16 Jahren, die ich hier verbringen durfte. Mitspieler, Trainer, Betreuer, Mitarbeiter und Funktionäre, die vielfach auch zu Freunden wurden! Ich habe eine zweite Familie gefunden, die Rapid-Familie! Und diese wird entscheidend von Euch, den Fans und Mitgliedern dieses großen Vereins getragen. Daher ein herzliches Danke an Euch und ganz besonders an jene, die uns in den Stadien in ganz Europa immer so großartig unterstützen!

Schon das letzte Bundesliga-Match, das ich vor Euch am 20. Mai bestreiten durfte, war eigentlich der perfekte Abschluss meiner aktiven Laufbahn. Es wird mir unvergessen bleiben, das Drehbuch war fast kitschig. Über das Tor und den Sieg gegen Altach habe ich mich unglaublich gefreut, die Ovationen und Jubelstürme von Euch haben mich schier überwältigt!

Heute wird es mit vielen Freunden und Wegbegleitern sicher wieder emotional, ich freue ich mich auf das Wiedersehen mit ihnen und mindestens genauso darüber, dass so viele von Euch heute nach Hütteldorf kommen! Es wird mir heute noch einmal eine Freude und Ehre sein, für unseren Klub und Euch spielen zu dürfen, das war es mir bei jedem einzelnen Match. Ich danke Euch, freue mich auf meine neue Aufgabe bei unserem Herzensverein und möchte abschließend nur noch sagen: LANG LEBE RAPID!

Euer Steffen