Foto: © GEPA Kurzmeldungen

72 Anzeigen nach kleinem Wiener Derby

Nach dem großen Wiener Derby gab es am Dienstag-Abend auch beim Spiel der Regionalliga zwischen Austria und Rapid Probleme mit Fans. Insgesamt gab es 72 Anzeigen.

Wie die Kronen Zeitung berichtet hab, gab es beim "kleinen Wiener Derby" im Rahmen der Regionalliga Ost leider auch wieder einen Zwischenfall mit Fans. "Die Partie war nämlich ein paar Minuten alt, als Blaulicht und viel Sirenengeheul rund um die Austria-Akademie zu sehen bzw. zu hören war, Auslöser war eine Horde von Rapid-Chaoten, die schwarz gekleidet und teilweise vermummt versuchte, das Stadion zu stürmen. 250 sollen es gewesen sein, die Polizei rückte sofort mit Dutzenden Einheiten an, stoppte ein Großteil der "Anhänger", setzte Pfefferspray und Tränengas ein", schriebt die Krone in einem aktuellen Artikel.

 

Ganz so wie die Kronen Zeitung es darstellt, war es zwar nicht. Aber die Wiener Polizei bestätigte in einer Presseaussendung, dass sich rund 50 Personen "mit Zahnschutz und gepolsterten Handschuhen ausgerüstete, Personen gewalttätig Zutritt in das Fußballstadion" verschafft haben. 

Die Presseaussendung der Wiener Polizei: 

Am 24. Oktober 2017 um 19:00 Uhr fand das Regionalliga Ost Meisterschaftsspiel zwischen den Amateurmannschaften von FK Austria Wien – SK Rapid Wien in der Laaer-Berg-Straße statt. Gegen 19:25 Uhr verschafften sich ca. 50, mit Zahnschutz und gepolsterten Handschuhen ausgerüstete, Personen gewalttätig Zutritt in das Fußballstadion. Die Personen drückten zunächst unter Anwendung von Gewalt das zugehaltene, aber nicht verschließbare Tor auf und liefen auf die Tribüne. Es wurde von den Polizisten Pfefferspray eingesetzt. Es kam während des Spiels zu keinen weiteren Vorfällen durch die eingedrungenen Personen. Nach dem Fußballmatch konnten die Beamten 36 Identitäten festhalten und diese Personen wegen des Verdachts der Nötigung anzeigen. Es wurden insgesamt 72 Verwaltungsstrafanzeigen gelegt sowie pyrotechnische Gegenstände und Handschuhe sichergestellt. Es wurde niemand verletzt.

In der Kronen Zeitung wird Austria-Trainer Andreas Ogris wie folgt zitiert: "Traurig, dass es so Idioten gibt. Da wollen die Burschen den Zuschauern ein schönes Spiel bieten und dann gibt es wieder solche Szenen. Das tut weh, damit schadet man am meisten den Spielern!" Rapid-Trainer Muhammet Akagündüz hat laut Kronen Zeitung nichts mitbekommen:  "Ich habe mich auf das Spiel konzentriert". Auch ein anwesender Journalist des Kurier hat auf den Rängen selbst keine Ausschreitungen mitbekommen, jedoch wahrgenommen, dass "schwarz gekleidete Fans" auf den Rängen zu sehen waren.

 

"Verurteilen prinzipiell jegliche Vorkommnisse, die mit Gewalt verbunden sind"

Rapid meinte dazu auf Anfrage von 90minuten.at: "Zu den kolportierten Vorfällen rund um das Regionalliga-Derby der zweiten Mannschaften von Austria und Rapid, bei dem wir Gastverein und somit nicht Veranstalter waren, liegen uns derzeit keine über die Aussendung der Landespolizei Wien hinausgehenden Informationen vor und können wir die Vorfälle daher auch nicht weiter kommentieren. Selbstverständlich verurteilen wir als SK Rapid aber bekanntlich prinzipiell jegliche Vorkommnisse, die mit Gewalt verbunden sind." 

 

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