Bloggen mit KI-Stimme: Wie Sprachmodelle den Ton deines Blogs verändern

Bloggen mit KI-Stimme: Wie Sprachmodelle den Ton deines Blogs verändern

Ein Blog ist die perfekte Möglichkeit, um seine Gedanken mit anderen Menschen zu teilen. Schließlich handelt es sich hier um vorbereitete Beiträge, die nicht aufgrund von Zeitdruck oder anderen Faktoren Gefahr laufen, verfälscht zu werden.

Blogs sind also eine Art direkte Stimme, mit der wir uns ausdrücken können. Zumindest solange wir tatsächlich selbst für die Inhalte unserer Beiträge verantwortlich sind. Im Zeitalter von künstlicher Intelligenz und Sprachassistenten wie ChatGPT ist dies jedoch nicht immer der Fall.

Blogs existieren, seit es das Internet gibt

Blogs sind quasi so alt wie das Internet selbst. Dies liegt unter anderem auch daran, dass die Anforderungen an entsprechende Webseiten äußerst gering sind. Oftmals werden Blogs sogar nur anhand von Vorlagen von speziell darauf fokussierten Hosting-Diensten erstellt. Damit sind die Plattformen für jeden leicht zu bedienen - egal, ob es sich um einen 20-jährigen Technik-Freak oder um die rund doppelt so alte Hausfrau ohne Computer-Wissen handelt. Die Themen, die in den Blogs thematisiert werden, sind dabei fast so unterschiedlich wie die Autoren selbst. Heutzutage gibt es Blogs zu fast allen Themen. Die beliebtesten Blog-Themen sind aktuell:

●      Essen und Rezepte

●      Gesundheit

●      Reisen und passende Tipps

●      Lifestyle

●      Mode

●      Technik

Nicht immer handelt es sich bei den Autoren jedoch um Profis. So sind Blogs stets primär als Unterhaltung und nicht als Expertise zu betrachten. Wenn in einem Beitrag beispielsweise über Strategien im Glücksspiel geschrieben wird, heißt dies nicht automatisch, dass es sich beim Autor um einen Casino-Experten handelt. Hier kann es sich auch schlichtweg um einen Fan von Xon Bet handeln, der sein gesammeltes Wissen mit Gleichgesinnten teilen möchte.

Auch die Art und Weise der Blogs kann unterschiedlich ausfallen. Während bei einem klassischen Blog von einem Text auf einer schmucklosen Website ausgegangen werden kann, zählen auch moderne Optionen wie Vlogs (Video-Blog) zur Familie der Blogs. Die Möglichkeit der freien Entfaltung der Art und Weise eines Blogs hat dabei auch Menschen auf den Plan gerufen, die die Meinungsäußerung als Einnahmequelle betrachten.

Meinungsäußerung als Einnahmequelle?

In den vergangenen Jahren haben sich verschiedene Möglichkeiten ergeben, um mit einem Blog Geld verdienen zu können. Sei es das Schalten von Werbung auf der eigenen Website im Falle eines textbasierten Blogs oder die Produktplatzierung in Kooperation mit einem Partner bei einem Vlog auf YouTube: In der heutigen Zeit kann selbst mit Blogs gutes Geld verdient werden.

Das wissen mittlerweile natürlich auch diejenigen, die diese neu geschaffene Option nutzen und mit dem Bloggen eigene Einnahmen erzielen möchten. So gibt es mittlerweile Blogs, die eigentlich nur dazu dienen, durch die Platzierung von Werbung oder über Affiliate-Marketing Geld zu verdienen. Das Teilen der eigenen Meinung wird hier schnell zweitrangig. Sichtbar wird das auch durch den immer häufigeren Einsatz von Sprachassistenten wie ChatGPT, die in die Rolle des Autos schlüpfen und die Inhalte für Blogs quasi vollkommen automatisiert erstellen sollen.

KI als Blog-Autor

So gibt es mittlerweile schätzungsweise mehr Blogs, die ausschließlich oder zumindest unter der Beteiligung von künstlicher Intelligenz entstehen, als jene, die tatsächlich der Meinungsäußerung einer Privatperson dienen. Eine kurze Recherche im Internet reicht dabei vollkommen aus, um fertige Anweisungen für die Erstellung entsprechender Inhalte einzuholen. Im Anschluss kann der vorgeschriebene Text mit kleinen Anpassungen an Dienste wie ChatGPT oder Gemini gesendet werden, welche im Anschluss anhand der Anweisungen eigenständig Blogartikel verfassen.

Dabei gibt es jedoch zwei entscheidende Nachteile. Zum einen können Suchmaschinen wie Google in vielen Fällen erkennen, dass es sich bei einem Blogbeitrag um durch KI generierte Inhalte handelt und die Webseite somit auf einem schlechteren Platz in der Anzeige der Suchergebnisse platzieren. Zum anderen kann KI oftmals nicht so kommunizieren, wie es ein menschlicher Autor tun würde. Das Ergebnis sind dann in Folge oft Sätze, die keine Bindung zum Leser aufbauen und die Motivation zum Lesen des Beitrags hemmen.

Wer erstellt die Blogs der Zukunft?

Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es also viele Gründe, die gegen die Verwendung von KI zur Erstellung von Blogbeiträgen sprechen. Als einer der wichtigsten positiven Aspekte ist dabei jedoch natürlich die Zeitersparnis zu berücksichtigen. Während Blogartikel je nach Inhalt, Länge und Aufwand nicht selten eine zweistellige Anzahl von Arbeitsstunden voraussetzen, kann die künstliche Intelligenz deutlich effizienter und damit auch günstiger arbeiten.

Es ist also davon auszugehen, dass auch in Zukunft Blogbeiträge von oder zumindest mit Hilfe der künstlichen Intelligenz verfasst werden. Fraglich ist dabei, wer langfristig am längeren Hebel sitzen wird. Schließlich können Suchmaschinen zum aktuellen Zeitpunkt noch erkennen, ob ein Beitrag aus der Feder eines echten Menschen oder von einer KI wie ChatGPT oder Gemini stammt. Sollte dies in Zukunft nicht mehr gewährleistet werden können, sind Blogbeiträge - sofern die Nachfrage und dadurch auch die Einnahmen nicht stagnieren - die wohl einfachste Möglichkeit zum Geld verdienen.

Durch KI erstelle Blogs sind (noch) nicht menschlich

Noch können wir also ziemlich leicht den Unterschied zwischen Blogbeiträgen von KI und echten Menschen erkennen. So ergibt sich bei realen Autoren beispielsweise eine ganz andere Tonalität, als es bei Texten von künstlicher Intelligenz der Fall wäre. Wer mit seiner Meinung tatsächlich punkten möchte, sollte derzeit also selbst zur Tastatur greifen und die Arbeit nicht an Sprachassistentinnen abgeben. Schon in einigen Jahren könnte die Situation allerdings ganz anders aussehen. Es bleibt daher in jedem Fall spannend zu beobachten, wohin sich die Qualität von KI-Blogs in einigen Jahren entwickeln wird.

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