Kommt die 'World Super League'?
Die Gerüchte verdichten sich, dass in rund fünf Jahren die "World Super League" kommen könnte, denn den großen Klubs ist die Reform der Champions-League noch immer nicht genug. (90minuten.at-Redaktion)
Erst vor wenigen Tagen hat die Reform der Champions League den Unmut vieler Vereine und Verbände hervorgerufen. Die Tendenz war klar: Die großen fünf Ligen bekommen noch mehr Startplätze in der Champions League, für die kleinen Länder wie Österreich wird es hingegen immer schwerer, beim Konzert der großen mitzuspielen.
Doch selbst dieser Schritt dürfte den mächtigen Klubs wie Bayern München nicht genug sein. Denn wie die englische Zeitung „The Mirror“ berichtet, geht Jacco Swart, einer von zwölf Direktoren der Europäischen Ligenvereinigung EPFL, davon aus, dass die „World Super League“ nicht aufzuhalten ist.
Hinter der Initiative dürften laut dem Bericht neben dem FC Bayern auch Real Madrid und Juventus Turin stehen. „Die Klubs vom Festland wollten die finanzielle Lücke zu den schwerreichen Klubs aus der englischen Premier League schließen. Die Superliga mit Vereinen auch aus den USA, Brasilien oder China könnte demnach bereits in fünf Jahren kommen - dann läuft der TV-Vertrag in England aus“, berichtet 11freunde.de in Anspielung auf den Artikel.
"Entwicklung kann niemand mehr stoppen"
"In ein paar Jahren wird es einen weltweiten Fußball-Wettbewerb geben, das ist eine Entwicklung, die niemand mehr stoppen kann", sagte der Niederländer Swart, "es wird eine exklusive Party für die wenigen Glücklichen, für die größten Fußball-Marken der Welt." Insgesamt 22 Vereine werden genannt, aus Deutschland sind dann nur noch die Bayern und eventuell Borussia Dortmund mit von der Partie. Aus den weniger bekannten Fußball-Ländern werden Guangzhou Evergrande und Shanghai SIPG aus China, Melbourne City, Corinthians São Paulo und SuperSport United aus Johannesburg genannt. Aus Spanien und Italien wären je drei, aus England vier Mannschaften vertreten. Aus de nationalen Ligen würden diese Klubs dann zum Teil ausscheiden, dh. Bayern (und evtl. Dortmund) dann nicht mehr in der DFL mitspielen.
Swart geht mit diesen Plänen hart ins Gericht, denn er glaubt einen „nicht mehr zu reparierenden Schaden“ auf die Klubs und Ligen zukommen zu sehen. „Traditionelle Formate wie die Bundesliga werden verschüttet. Diese Pläne sind vor allem für die großen Liga eine Gefahr, weniger für die kleinen Ligen. Für sie stehen Milliarden auf dem Spiel, für uns (Anm. die kleinen Ligen) Millionen", sagte Swart.
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