Ein würdiger Abschluss
Noch einmal konnten wir die großartige Stimmung bei der Euro in Frankreich genießen. Das Spiel Deutschland vs Italien war unser würdiger Abschluss eines dreiwöchigen Fußballfestes. Von den rot-weiß-roten Fanbloggern, Team Manfred
Am 1. Juli 2016 machte ich mich mit meinem Sohn und meiner Frau, die übrigens beide aus Deutschland kommen, auf den Weg nach Südfrankreich in die schöne Stadt Bordeaux, auch wenn diese Stadt aus österreichischer Sicht keine besonders guten Eindrücke hinterlassen hat. Das Ziel war das vorweg genommene Finale zwischen Italien und Deutschland. Unsere sieben Sachen waren im Fiat Tipo gut verstaut.
Das Wetter war endlich einmal der Jahreszeit angepasst, Temperaturen über 30 Grad wurden am Display angezeigt, die sich jedoch zum Glück im Wagen – dank der Klimaanlage – nicht bemerkbar machten. Rund 400 Kilometer vor dem Ziel konnte meine Frau dann ein Zimmer für die Übernachtung ergattern. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht hatten, waren Karten für das Match. Eigentlich ist das schon ein bisschen verrückt gewesen, auf gut Glück dorthin zu fahren – ohne Hotelzimmer und ohne Tickets.
In Bordeaux angekommen gaben sich meine Frau und mein Sohn gleich mit dem Deutschland-Dress zu erkennen, ich bevorzugte eine neutrale Lederhose. Auf der großen Einkaufsstraße waren bereits die ersten Leute, die Tickets verkauften. Doch wir warteten noch zu und wurden mit deutlich günstigeren Matchkarten belohnt. Einziger Haken: Mein Sohn musste in den Italien-Sektor – mit einem Deutschland-Dress. Die Stimmung in der Stadt war sehr gut, auch wenn sie bei weitem nicht an jene herangekommen ist, die von den Österreichern damals gegen Ungarn erzeugt wurde.
Danach blickten wir kurz zur Fanmeile, dann ging es wieder zurück zu unserem Fiat Tipo und wir fuhren Richtung Stadion. Kurz nach dem Einlass ins Stadion bekamen wir auch schon eine SMS von unserem Sohn, dass er noch kurz vor dem Einlass das Ticket mit einem Italiener getauscht hat, der eigentlich im Deutschland-Sektor gesessen wäre. So waren alle glücklich.
Um 21:00 Uhr folgte dann endlich der Anpfiff zu einer Weltklasse-Partie. Die Dramatik des Elfmeterschießens brauche ich wohl nicht mehr erzählen. Wir standen direkt hinter dem Tor, auf dem die unzähligen Elfmeter geschossen wurden. Für mich und meine Frau war es dann zum Abschluss der Euro-Reise auch schön, einen Sieg in Bordeaux zu meinen Gunsten feiern zu können.