Die 20 Umsatzstärksten Klubs der Welt

Laut „Football Money League“ von Deloitte war Real Madrid in der Saison 2014/15 der Umsatzstärkste Klub der Welt. Einen Rückschlag gab es für Bayern München. (Text: Presseinfo Deloitte)

 

Die dritte deutsche Meisterschaft in Folge konnte dem FC Bayern München in der Saison 2014/15 keinen neuen Rekordumsatz bescheren: Laut 19. Ausgabe der „Football Money League“ von Deloitte gingen die Umsätze des deutschen Rekordmeisters leicht auf 474,0 Millionen Euro (ohne Transfererlöse) zurück. Die Münchner müssen sich in diesem Jahr mit Platz fünf unter den umsatzstärksten Fußballclubs der Welt begnügen. Dennoch können sie auf den zweithöchsten Gesamtumsatz in ihrer Clubgeschichte zurückblicken.

 

Die Plätze 11-20 (Umsatz in Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr ohne Transfererlöse)

11 (11) Borussia Dortmund 280,6 (261,5)
12 (13) Tottenham Hotspur 257,5 (215,5)
13 (14) FC Schalke 04 219,7 (214,0)
14 (12) AC Mailand 199,1 (249,7)
15 (15) Atlético Madrid 187,1 (169,9)
16 (neu) AS Rom 180,4 (127,4)
17 (19) Newcastle United 169,3 (155,1)
18 (20) Everton 165,1 (144,1)
19 (17) Inter Mailand 164,8 (162,8)
20 (neu) West Ham United 160,9 (139,3)

 

Real Madrid führt das Ranking weiterhin mit einem Umsatz von 577,0 Millionen Euro an, blieb dabei aber mit einem Umsatzanstieg von 5 Prozent leicht hinter dem Niveau des Vorjahres (+6%) zurück. Der FC Barcelona konnte aus dem Sieg in der Champions League Kapital schlagen und dicht zu den Königlichen aufrücken. Durch den Umsatzanstieg um 16 Prozent haben die Katalanen erstmals die Grenze von 500 Millionen Euro überschritten und Manchester United mit einem Umsatz von 519,5 Millionen Euro auf den dritten Rang verdrängt. Damit erreichten erstmalig alle Top-3-Clubs jeweils die Umsatzmarke von einer halben Milliarde Euro. Borussia Dortmund und der FC Schalke 04 – beide mit neuen Rekorderlösen – komplettieren die deutschen Vertreter im Top-20-Ranking: Der BVB setzte 280,6 Millionen Euro um, die Schalker kamen auf 219,7 Millionen Euro.

 

„Der leichte Umsatzrückgang – bei gleichzeitigem Rekordgewinn – des FC Bayern München lässt sich auf den Wegfall des UEFA Supercups und der FIFA Club-Weltmeisterschaft im Vergleich zur Vorsaison zurückführen. Wachstumstreiber der deutschen Clubs bleiben weiterhin die traditionell starken kommerziellen Erlöse, auch wenn die Clubs der anderen „Big Five“-Ligen in diesem Bereich zum Teil aufholen konnten. Damit die Bundesliga für erstklassige Spieler ist und bleibt die Teilnahme an der Champions League ein wesentlicher Faktor“, sagt Karsten Hollasch, Partner und Leiter der Sport Business Gruppe bei Deloitte.

 


In der englischen Premier League konnten insbesondere die Clubs außerhalb der Top-10-Positionen gewinnen. Hier ist allerdings der Einfluss des gestiegenen Wechselkurses zu berücksichtigen, der zu einer etwa 10%-igen Aufwertung zugunsten der englischen Clubs geführt hat. Zudem ist mit West Ham United ein neuer Vertreter hinzugekommen, sodass die englische Liga nun mit neun Vereinen (im Gegensatz zu acht im Vorjahr) am stärksten vertreten ist.

 

Die Plätze 10 bis 1 (Umsatz in Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr ohne Transfererlöse)

1 (1) Real Madrid 577,0 (549,5)
2 (4) FC Barcelona 560,8 (484,8)
3 (2) Manchester United 519,5 (518,0)
4 (5) Paris Saint-Germain 480,8 (471,3)
5 (3) FC Bayern München 474,0 (487,5)
6 (6) Manchester City 463,5 (416,5)
7 (8) Arsenal 435,5 (359,3)
8 (7) Chelsea 420,0 (387,9)
9 (9) Liverpool 391,8 (305,9)
10 (10) Juventus Turin 323,9 (279,0)

 

Dagegen ist Paris Saint-Germain auf Platz vier der einzige französische Vertreter in den Top 20, welcher besonders von seinen starken Werbeerlösen profitiert. Für die italienische Serie A war die Saison trotz der Champions-League-Erfolge von Juventus Turin und des Sprungs des AS Rom vom 24. auf den 16. Platz enttäuschend. Zwar ist die italienische Liga weiterhin mit vier Clubs vertreten, jedoch rutschen sowohl AC Mailand als auch Inter Mailand um zwei Plätze nach hinten. Letzterer wäre dabei fast aus den Top 20 gefallen. Dies ergab sich für Galatasaray, dem im Vorjahr einzigen türkischen Verein, sodass sich ausschließlich Vertreter der „Big Five“-Ligen platzieren konnten.

 

Die 20 europäischen Top-Clubs steigerten ihre kumulierten Umsätze in der abgelaufenen Saison um etwa 8 Prozent und erreichten mit 6,6 Milliarden Euro eine weitere Rekordmarke. „Trotz des weiterhin enttäuschenden Abschneidens der englischen Clubs in den europäischen Clubwettbewerben dominieren diese auch weiterhin das Umsatz-Ranking. In Anbetracht der neuen TV-Deals der Premier League wird dies auch auf absehbare Zeit so bleiben“, so Hollasch.