Der Sky Go Ersten Liga könnte ein Verein fehlen
Sollte es auch nach der Protestphase bei den jetzigen Lizenzentscheidungen bleiben, fehlt der Sky Go Liga ein Verein. Der Bundesliga-Vorstand beruhigt. Von Michael Fiala
Jahr für Jahr werden die Lizenzentscheidungen mit Spannung erwartet. Dass die Sky Go Erste Liga dabei immer mehr zur finanziellen und auch infrastrukturellen Problemzone wird, war nicht zu übersehen. Der aktuelle Lizenzentscheid könnte auch erstmals dazu führen, dass die Sky Go Liga zu wenige Vereine führen wird.
Der aktuelle Stand nach der ersten Instanz sieht wie folgt aus: Admira Wacker hat keine Lizenz erhalten und muss zurück in den Amateurfußball. Grödig würde daher in der tipico-Bundesliga bleiben. Aus der Sky Go Liga steigt ein Verein auf, drei Vereine (Austria Salzburg, Austria Klagenfurt, Austria Lustenau) haben keine Lizenz bekommen. Aus der Regionalliga haben aber auch nur drei Vereine eine Lizenz für die Sky-Go-Liga erhalten. Damit würde der Sky Go Ersten Liga ein Verein fehlen.
Sollte also auch die zweite Instanz keine Änderung mit sich bringen, was nicht unbedingt zu erwarten ist, steht die Sky Go Erste Liga nur mit neun Vereinen da. Bundesliga-Vorstand Reinhard Herovits, der für die Lizenzierung zuständig ist, beruhigt: „Das ist ein reines Theoretikum, dass alle Vereine nach der zweiten Instanz die Lizenz wieder nicht erhalten werden. Das hat es auch noch nie gegeben“, zeigt sich Herovits zuversichtlich. Sollte dieses Szenario dennoch eintreten, müsste sich dann die Bundesliga-Hauptversammlung mit diesem speziellen Fall beschäftigen und eine Sonderlösung für ein Ligenformat mit neun Vereinen beschließen.
Generell betont Herovits jedoch eine positive Entwicklung, da 80% der Vereine die Lizenz in erster Instanz erhalten haben. Es sei jedoch laut Herovits zu bemerken, dass die Anzahl der Bewerbungen aus dem Amateurbereich zurückgehe. „Ein weiteres Zeichen, dass die Schere zwischen Profi- und Amteurfußball auseinandergeht“, so der Bundesliga-Vorstand.