WM-Fazit: Am Ende bleibt Durchschnitt
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WM-Fazit: Am Ende bleibt Durchschnitt

Das ÖFB-Team hat bei der WM 2026 das Soll erfüllt, aber die Kür ausgelassen. Zum Träumen brachte es die Nation nie.

Was bleibt?

Mit "Bist du deppat!" ist ein klassisch österreichischer Ausdruck des Erstaunens der österreichische Sager der WM 2026.

Die Momente, in denen das ÖFB-Team die Nation in Staunen versetzt hat, waren in den vergangenen zweieinhalb Wochen aber sehr rar gesät.

Soll erfüllt, Kür ausgelassen

Es waren Wochen, auf die Generationen von Fußball-Fans so lange und so sehnsüchtig gewartet haben. Es waren Wochen, auf die das ganze Land so lange und intensiv hingefiebert hat.

Am Ende bleibt Durchschnitt, mehr nicht. Das Soll wurde erfüllt, die Kür ausgelassen.

Das Kalajdzic-Tor hat einiges überschattet

Der Pflichtsieg gegen Jordanien – bei allem Respekt für die Qualität des Gegners – wurde eingefahren. Die Sensation gegen Lionel Messis Argentinier blieb aus.

Das Spiel gegen Algerien über weite Strecken schwierig, in mehrerlei Hinsicht. Das unfassbar spektakuläre Ende überschattete die tristen, hinten raus unfassbar naiven 90 Minuten davor.

Der Jubel war da, der Glaube an die große Sensation aber nie so richtig
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Der Jubel war da, der Glaube an die große Sensation aber nie so richtig

Aber immerhin, das Tor von Sasa Kalajdzic war der emotionale Höhepunkt dieser Endrunde. Wo es sich in der kollektiven Erinnerung einordnen wird, werden wir erst in Jahrzehnten wirklich beurteilen können.

Euphorie? Ein bisschen

Doch selbst danach wollte nie eine mit der EURO 2024 vergleichbare Euphorie aufkommen. Das war der Auslosung geschuldet, aber nicht nur.

Ja, Spanien ist eines der besten Teams der Welt, ihm ist zuzutrauen, in ein paar Tagen von sich behaupten zu können, das beste Team der Welt zu sein.

Glaube? Wohl kaum

Doch dieser Glaube, dieses Selbstverständnis, dass dieses ÖFB-Team an richtig guten Tagen wirklich jeden biegen kann, dass diese richtig guten Tage nicht nur alle heiligen Zeiten vorkommen, sondern realistisch sind, hat gelitten.

Dafür waren die Auftritte in der Gruppenphase nicht überzeugend genug.

Die Menschen haben nicht geträumt

Man kann damit argumentieren, dass sie gut genug waren, um Gruppen-Zweite zu werden. Das gewiss. Doch um Menschen träumen zu lassen, braucht es dann eben mehr.

Das war diesmal nicht drinnen.

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