Die Nachnominierung von Dejan Ljubicic mag auf den ersten Blick ein wenig unorthodox wirken.
Doch es spricht vieles dafür, dass sie Sinn macht.
Mehrere Optionen für die Baumgartner-Position
Einerseits ist sie ein deutliches Indiz dafür, dass Teamchef Ralf Rangnick guter Dinge ist, Christoph Baumgartners Position mit den bereits nominierten Spielern besetzen zu können.
Gewiss nicht eins zu eins, aber eben auf den jeweiligen Gegner zugeschnitten.
Da wäre etwa Sasa Kalajdzic, der das beim LASK schon richtig gut gemacht hat. Auch Paul Wanner ist eine Option. Romano Schmid sieht sich selbst im Zentrum am stärksten. Gegen einen Gegner wie Argentinien ist auch Konrad Laimer denkbar.
Was wäre wenn...?
Andererseits hat das ÖFB-Team nun schon ein paar Tage in Santa Barbara hinter sich. Der körperliche Zustand des einen oder anderen Spielers wird nun ein wenig klarer sein.
Mit Ljubicic stößt nun ein Kicker zum Kader, der auf mehreren Positionen als Backup fungieren kann.
Einerseits hat er bereits Innenverteidiger gespielt, wäre bei einem Ausfall David Alabas – danach sieht es Stand jetzt zwar nicht aus, aber man weiß ja nie – also eine weitere Option.
Das Zentrum als Schlüssel
Entscheidender ist aber wohl, dass Ljubicic im Mittelfeld auf der Sechs und Acht, notfalls sogar auf der Seite, spielen kann.
Sollte Wanner tatsächlich als Zehner eingeplant sein, fällt schon mal eine Option in der zentralen Defensive weg. Florian Grillitsch hat in Santa Barbara bisher eher selten trainiert.
Das könnte in Rangnicks Überlegungen durchaus eine Rolle gespielt haben.
Rangnick kennt ihn
Zudem ist und war dem Teamchef stets wichtig, in so entscheidenden Phasen, wie sie aktuell eine ist, stets auf Spieler zu setzen, die er und das Team bereits kennen.
Der Schalke-Legionär mag zwar im September 2023 zum bisher letzten Mal dabei gewesen sein, hat aber immerhin doch bereits sieben Spiele unter Teamchef Rangnick in den Beinen.
Harald Prantl