Nicht raunzen, sondern genießen
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Nicht raunzen, sondern genießen

Das Spiel gegen Jordanien hat viel Luft nach oben offenbart? Ja, sicher. Aber auch eine Eigenschaft, die noch sehr wichtig werden kann.

Was will man mehr?

Ja, es liegt in der Natur so vieler Österreicher:innen, gerne zu raunzen und das Haar in der Suppe zu suchen.

An dem Tag, an dem das österreichische Männer-Nationalteam erstmals seit 28 Jahren wieder bei einer Fußball-WM antreten durfte und dann auch noch mit einem Sieg gestartet ist, ist das aber nicht angebracht.

Bei einem Turnier, das so manchen Favoriten zum Auftakt straucheln gesehen hat, ist ein 3:1-Erfolg gegen Jordanien genau das: ein Erfolg.

Eine wichtige Eigenschaft

Das ÖFB-Team hat gleich zu Beginn der Endrunde eine Eigenschaft unter Beweis gestellt, die sich im Laufe der kommenden Wochen als immens wichtig erweisen kann: Resilienz.

Ein Gegner, der sich als hartnäckiger erwiesen hat, also entgegen der landläufigen Annahme sowieso schon erwartet.

Eine Leistung, die über weite Strecken den eigenen Ansprüchen nicht so wirklich gerecht wurde.

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Ein erlösendes 2:1, das nach ewig andauernder VAR-Analyse dann (zu Recht) doch noch aberkannt wurde.

Keiner dieser Rückschläge konnte das ÖFB-Team vom Weg zum Sieg abbringen. Die Reaktionen auf all diese Dinge waren hart erarbeitet, letztlich aber adäquat.

Die Aufarbeitung wird folgen

Luft nach oben? Ja, natürlich. Aber das wissen Spieler und Trainer selbst am besten.

Deswegen darf man sich am Tag dieses Siegs ruhig mal freuen und entspannt zurücklehnen. Die Aufarbeitung im Detail wird folgen, intern wie extern, zweifellos.

Wer aber so lange auf dieses Spiel gewartet hat – einige ja ihr Leben lang –, der darf dann auch einfach mal Genießen. Sieg, drei Punkte, das zählt.

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