Jetzt geht's um alles!
Endlich ist er da, der Moment, auf den so viele Menschen so lange – manche sogar ihr Leben lang – gewartet haben.
Das österreichische Männer-Nationalteam startet in die Fußball-Weltmeisterschaft (Mi., ab 6 Uhr, im LIVE-Ticker).
Ein neues Gefühl für zwei bis drei Generationen
Zwei bis drei Generationen Fußball-Fans kennen dieses Gefühl nicht. Und von den Spielern im ÖFB-Kader waren zehn noch nicht einmal auf der Welt, als Österreich 1998 in Frankreich angetreten ist.
Hunderttausende werden sich ihr Leben lang an dieses Turnier erinnern, als ihre erste WM, die sie miterlebt haben. Die WM, bei der Arnautovic, Alaba und Co. gespielt haben.
Bilder dieser Spiele werden sich für immer in ihr Gedächtnis einprägen.
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Für die einen Höhepunkt, für die anderen Krönung
Für einige Spieler ist es der Höhepunkt der bisherigen Karriere. Für andere die Krönung.
Marko Arnautovic (37), David Alaba (33), Marcel Sabitzer (32) und Michael Gregoritsch (32) werden aller Voraussicht nach zum ersten und gleichzeitig letzten Mal diese Bühne betreten.
Sie haben Österreichs Fußball geprägt
Es ist eine Gruppe von Spielern, die den österreichischen Fußball über die vergangenen eineinhalb Jahrzehnte hinweg geprägt hat. Sie sind seit Jahren Gesichter und Aushängeschilder des heimischen Kicks.
Selbst Menschen, die sich nicht für diese Sportart interessieren, können mit ihren Namen etwas anfangen.
Wie werden wir uns an sie erinnern?
Für sie geht es in den kommenden Tagen und Wochen darum, ihr Vermächtnis zu definieren.
Werden sie als erfolgreiche Spielergeneration in die österreichische Sportgeschichte eingehen, im kollektiven Gedächtnis dieser Nation noch jahrzehntelang verankert bleiben?
Oder werden sie nach einiger Zeit am Stammtisch als "What if"-Generation diskutiert? "Was wäre wohl passiert, hätte der Baumi den Kopfball gegen die Türkei gemacht? Wie wäre die WM wohl verlaufen, wenn…"
Der letzte Schliff und der Genuss
Sportliche Lebenswerke bekommen in diesen Tagen in den USA und Kanada (in Mexiko wird das ÖFB-Team sicher nicht spielen) ihren letzten Schliff. Wie gut er gelingt, steht in den Sternen.
Bei all dem Druck diese Spiele und Erlebnisse obendrein auch noch ein wenig zu genießen, muss für Arnautovic und Co. eine Mammutaufgabe sein.
Möge sie gelingen.
Harald Prantl