Größer kann die Bühne in einem WM-Gruppenspiel nicht sein. Am Montag blickt die Fußball-Welt auf das österreichische Nationalteam. Ab 19 Uhr im LIVE-Ticker und in der LIVE-Watchparty >>>
Argentinien – der amtierende Weltmeister, die Nummer eins der Weltrangliste. Lionel Messi – der beste Fußballer aller Zeiten bei seiner letzten WM.
Österreich als große Unbekannte
Viele Millionen werden dieses Spiel verfolgen. Und – seien wir uns ehrlich – die allermeisten von ihnen haben keine Ahnung vom österreichischen Fußball. Viele werden David Alaba kennen, einige Marko Arnautovic, Marcel Sabitzer und vielleicht Konrad Laimer.
Gesehen haben sie die Mannschaft von Ralf Rangnick noch nie.
Es ist eine einmalige Chance. Und es ist eine riesige Herausforderung.
Und doch ist da die Hoffnung auf eine Überraschung. Sie lässt sich durch mehr als patriotische Notwendigkeit begründen.
Die Konfrontation mit dem Pressing
Gewiss, Argentinien-Teamchef Lionel Scaloni wird in den vergangenen Tagen einige warnende Worte an seine Spieler gerichtet haben. Er wird das Rangnick'sche Pressing erklärt haben.
Der Schlüssel zu einer Sensation gegen Argentinien ist das Überraschungsmoment.
Wie sehr diese Worte auch angekommen sind, werden wir mit Anpfiff sehen.
Der Schlüssel zu einer Sensation gegen Argentinien ist das Überraschungsmoment. Es ist das, was das ÖFB-Team vor allem in der ersten Zeit unter Rangnick gegen große Gegner ausgezeichnet hat.
Vom Pressing zu hören, es in Videos vorgeführt zu bekommen, ist eine Sache. Auf dem Rasen mit dieser Intensität konfrontiert zu sein, eine ganz andere.
Sie dürfen keinen Spaß haben
"Die haben auch keinen Spaß, wenn sie gegen uns Fußball spielen müssen", kündigt Konrad Laimer an.
Nach dem Auftaktsieg gegen Algerien und angesichts des bevorstehenden, vermeintlich einfachsten Gruppenspiels gegen Jordanien, ist Österreich für Messi und Co. nicht mehr als eine Pflichtaufgabe in der Gruppenphase.
Wenn diese Pflichtaufgabe zu einer richtig zachen Angelegenheit wird, kann es spannend werden – und die Welt staunen.
Harald Prantl