1978!? Diesmal haben die Spanier damit angefangen
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1978!? Diesmal haben die Spanier damit angefangen

Für die einen ist er der Hans, für die anderen der Hansi. Jedenfalls erinnern sich die Spanier an Krankls WM 1978. Aber nicht wegen Cordoba.

Die Fußball-WM 1978.

Unbestätigten Gerüchten zufolge kann man ja sogar Schnitzer bei der österreichischen Staatsbürgerschaftsprüfung wettmachen, wenn man Edi Fingers Radiokommentar korrekt zitiert.

Aber – nur um das auch mal festzuhalten – diesmal haben wir nicht damit angefangen. Diesmal waren's die Spanier.

Völlig unbekannt: Das Leben vor Cordoba

Und es geht auch gar nicht um dieses ominöse 3:2 gegen Deutschland, das zwar sportlich bedeutungslos gewesen sein mag, nichtsdestoweniger das Selbstwertgefühl mehrerer Generationen österreichischer Fußballfans definiert hat.

Auch wenn die kollektive Erinnerung diesbezüglich sehr getrübt sein mag, tatsächlich hat das österreichische Nationalteam vor diesem Match in Cordoba fünf andere bei der Endrunde in Argentinien bestritten.

Johann, Hans und Hansi

An das allererste erinnern nun die spanischen Medien. "Contra los nietos de Hansi Krankl", "Gegen die Enkel von Hansi Krankl", schreibt die "Marca".

Das ist unser Hansi
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Das ist unser Hansi

Ja, erstaunlich, dass wir Österreicher mit dem Johann per Hans, eventuell auch im Slang per Hauns, sind, die Spanier ihn aber ungestraft Hansi nennen dürfen. Aber gut, hierzulande müsste er sich den Kosenamen mit einer anderen Sportikone (naja, nicht so sehr wegen des Sports) teilen, in Spanien trägt niemand Fell-Moonboots.

Was heißt Niederlagen schönreden auf Spanisch?

Jedenfalls haben der Krankl Hansi und der Schachner Schoko mit ihren Toren in Buenos Aires dafür gesorgt, dass Spanien mit 1:2 verloren hat, einen Fehlstart in die WM hinlegte und in weiterer Folge ein 0:0 gegen Zicos Brasilianer und ein 1:0 gegen Schweden nicht mehr reichten, um die Gruppenphase zu überstehen.

Kurioserweise ist diese Partie bei den Iberern aus einem anderen Grund berühmt: wegen einer spektakulären Parade von Goalie Miguel Ángel bei einem Schuss von Willi Kreuz. Sie gilt als eine der denkwürdigsten Goalie-Paraden aller Zeiten eines Spaniers.

Sieh da, auch andere Nationen können sich ihre Niederlagen im Nachhinein schönreden.

Das ist Prüfungsstoff

Der Hansi hat die Spanier allerdings auch sehr beeindruckt. Und zwar so sehr, dass nicht nur Valencia, sondern auch der FC Barcelona ihn unbedingt haben wollte.

Der Rest ist Geschichte: Krankl wechselt zu Barca, wird Torschützenkönig und Europacupsieger. Aber das ist eh seit Jahrzehnten Prüfungsstoff, wisst ihr ja, kennt ihr ja.

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