Kurios: Warum sich der Vertrag von Mike Büskens noch einmal verlängern könnte

Seit 7. November ist Mike Büskens bei Rapid Geschichte. Auf der Rapid-Gehaltsliste könnte der Deutsche jedoch länger stehen, als den Hütteldorfern lieb ist.

 

Es passt ins Bild einer verkorksten Beziehung: Wie der Kurier berichtet, könnte sich der Vertrag von Mike Büskens mit Ende der Saison verlängern, obwohl der Deutsche eigentlich seit November nicht mehr auf der Bank sitzt. Verantwortlich dafür ist eine Klausel, die Andreas Müller in den Vertrag hineingenommen hat. Diese Klausel sieht vor, dass sich der Vertrag von Büskens automatisch um ein Jahr verlängert, wenn Rapid einen Europacup-Platz in der Meisterschaft erreicht. Diese Klausel ist an sich nicht ungewöhnlich. Was jedoch nicht in den Vertrag geschrieben wurde – im Gegensatz zur letzten Vertragsverlängerung von Zoran Barisic – ist der Umstand, dass die Verlängerung nur dann in Kraft tritt, wenn der Trainer am Ende der Saison noch im Amt ist. Dem Vernehmen nach hat nicht zuletzt diese Klausel auch zum Bruch zwischen Müller und Rapid geführt.

 

Damit wird Büskens wohl einer der größten Daumendrücker der Hütteldorfer in der restlichen Saison. Immerhin, so berichtet der Kurier, gibt es auch "Hoffnung": Sollte Rapid die Qualifikation über den Cup schaffen, verlängert sich der Vertrag nicht.

 

Eigentlich ein Zweijahresvertrag

Interessant ist die Klausel insofern, weil Müller und Büskens von Anfang an kommuniziert haben, dass sie nur einen Einjahresvertrag aufgesetzt haben. Dies ist zwar rechtlich gesehen nicht falsch, aber de facto war mit der Klausel ein Zweijahresvertrag aufgesetzt, denn niemand hätte auch nur einen Cent darauf gesetzt, dass Rapid mit dem teuersten Kader der Geschichte einen EL-Platz nicht erreichen sollte.

 

Für Rapid geht es also im Frühjahr nicht nur um die allerletzte Chance, doch noch einen Europa-League-Platz für 2017/18 zu erreichen, sondern auch darum, Mike Büskens auf der Gehaltsliste weiterzuführen. Auf dieser Liste stehen aktuell auch die Ex-Assistenten Jancker, Hickersberger und Hedl, der Vertrag von Müller läuft bekanntlich gar bis 2019.

 

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