Die unglaublich lange Liste der Rapid-Verletzten
Fast täglich eine neue Hiobsbotschaft vom SK Rapid Wien - das Lazarett ist beinahe zum Bersten voll. So hat man sich die Kaderverkleinerung nicht vorgestellt. 90minuten.at mit der unglaublich langen Liste der verletzten Rapid-Spieler in dieser Saison. Von
Es ist beinahe wie verhext. Rapid wollte mit dem neuen Stadion voll auf Angriff gehen und scheiterte, wie es eigentlich nur die ganz großen Klubs können - auf ganzer Linie. Nicht nur die falsche Trainerwahl, gesellten sich dazu auch jede Menge Verletzungen. Nicht weniger als 15 Spieler verpassten drei Spiele oder mehr am Stück. Allein in den letzten Tagen erschwischte es Thomas Schrammel, Max Wöber, Ivan Mocinic und Christoph Schösswendter.
Steffen Hofmann verpasste den Saisonbeginn wegen des Meniskus und die Runden elf bis 19 wegen eines Muskelbündelrisses.
Matej Jelic konnte seinen Torjubel kaum zeigen. Der Kroate verpasste den Saisonauftakt mit einem Muskelbündelriss und war erst Ende Oktober wieder fit - um sich jetzt in der Vorbereitung einen Riss in der Wadenmuskulatur zuzuziehen.
Tomi hätte Jelic im August ersetzen können. Er verpasste aber die Runden zwei bis vier wegen einer Meniskusreizung; später spielte er auch fit kaum eine Rolle, ein Infight mit Salzburgs Miranda bleibt wohl das Highlight seiner Saison 2016/17.
Giorgi Kvilitaia kam, sah und spielte nicht. Der Georgier kam, die anderen Stürmer waren verletzt und er verpasste die ersten Spiele wegen Leistenproblemen. Fit ist der Torjäger erst seit dem vierten Spieltag.
Philipp Schobesberger verletzte sich im Sommer im Europacup gegen Trencin. Er erlitt eine Knorpelabsplitterung im rechten Knie und verpasste die Runden sechs bis 14. Anfang Dezember der nächste Schock: Knochenmarködem, wieder out.
Christopher Dibon zog sich gegen Sassuolo einen Muskeleinriss im Gesäß zu. Er verpasste die Runden zwölf bis 14.
Stephan Auer verletzte sich beim 0:2 im Wiener Derby am Außernband im Sprunggelenk. Er fehlte von der 13. bis zur 17. Runde. Nicht so schlimm, denn er musste nicht operiert werden und spielte auch sonst nicht viel.
Der Kapitän Stefan Schwab verletzte sich Ende Oktober sehr schwer. Wie Auer geschah es im Derby, aber Schwab brach sich den Knöchel und ist seitdem außer Gefecht gewesen.
Mario Pavelic verletzte sich vor dem Spiel gegen Sassuolo. Dumm, hatte er doch bis dahin jede Partie gespielt. Sein Ausfall stellte Rapid vor Probleme, weil auch Ersatzmann Auer verletzt war. Des einen Pech ist eines anderen Glück: Amateur Manuel Thurnwald konnte Proferfahrung sammeln.
Thomas Murg verletzte sich beim 1:2 in Salzburg - Einriss des vorderen Außenbandes und des Syndesmosebandes im linken Sprunggelenk. Er fehlte im Spätherbst drei Spiele; als ob Rapid da nicht schon genug Verletzte gehabt hätte.
Wegen eines Muskelfaserrisses fiel Christoph Schösswendter im Dezember aus. Im Testspiel gegen Traiskirchen erlitt er einen Innenbandeinriss im linken Knie und wird Rapid nun einige Wochen fehlen.
Ivan Mocinic ist auch verletzt. Er klagte vor dem Testspiel gegen Traiskirchen über Knieschmerzen. Ein MR ergab: Meniskuseinriss. Bitter, wollte der kroatische Regisseur und Millionneuzugang doch im Frühjahr voll angreifen. Nach der Operation folgte der nächste Schock: Ein Knorpelschaden wurde im Knie entdeckt, Ausfall dauert mehrere Monate.
Thomas Schrammel zog sich jüngst beim Test gegen den Gersthofer SV einen Meniskuseinriss zu. Rapid könnte nun in die Situation kommen, hier handeln zu müssen.
Auch Youngster Maximilian Wöber ist verletzt. Er laboriert an einer Verletzung am Wadenbeinköpfchen im rechten Bein.
Weitere kurzzeitig Verletzte im Herbst: Tobias Knoflach verpasste drei Spiele wegen einer Mandelentzündung, Jan Novota und Arnor Traustason waren ebenfalls kurzfristig außer Gefecht. Der Verletzungsteufel wütet beim SK Rapid.
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