Die günstigsten und teuersten Frühjahres-Abos der Bundesliga

Der Bundesliga laufen die Fans nicht gerade in Scharen zu. Die meisten Vereine haben sich deshalb eine Frühjahrsaktion überlegt, damit die Fans dann doch kommen. 90minuten.at hat den Preisvergleich gewagt. Von Georg Sander

 

Zwischen den Spielzeiten 2005/06 und 2011/12 kamen die Klubs der höchsten Spielklasse stets auf einen Schnitt von über 7.000 Fans pro Spiel. Seitdem sind die Zahlen unter diesem Wert, was auch auf die mangelnde Infrastruktur zurück zu führen ist. Man denke nur an die Querelen rund um die Stadionzufahrt beim SV Grödig oder in die Jahre gekommene Spielstätten wie das Bundesstadion der Admira. Gegenwärtig hält man, vor allem dank Rapid und einem Schnitt von deutlich über 20.000 bei den Heimspielen, bei 6.800. Ohne die Hütteldorfer kommen die Klubs nur auf einen Schnitt von 5.143 Fans. Das ist wenig. Doch Liga und Vereine haben die Zeichen der Zeit erkannt und investieren viel Geld in die Infrastruktur, wie etwa Ried, Altach oder auch die Wiener Austria. Mit den Frühjahres-Abos starten die Vereine zudem einen Versuch, doch noch mehr Zuseher in die Stadien zu locken.

 

Abos zahlen sich im Vergleich zu Einzeltickets aus

Wer nur zu einzelnen Spielen geht, zahlt freilich mehr - das ist keine neue Erkenntnis. Zwischen 13 (Admira) und 20 (Rapid) kosten die jeweils billigsten Tageskarten. Man braucht kein Rechengenie sein um zu wissen, dass sich ein Abo auszahlt. Dass die Bundesliga zudem auch noch weder im Titelkampf, noch in den Duellen um die Europacupstartplätze oder den Abstieg auch nur annähernd entschieden ist, sollte einen zusätzlichen Antrieb darstellen. Allerdings gibt es bei gewissen Partien freilich noch Zuschläge für Topspiele. Vergleichen wir kurz mit der deutschen Bundesliga: der Preis für ein Bayernheimspiel beträgt 15 Euro für den Stehplatz. 90minuten.at hat sich die Abo-Preise genauer angesehen und dabei interessante Unterschiede festgestellt.

 


Platz 10 bis 7: Die teuersten Abos der Bundesliga

Gleich vorweg: Da die Bundesliga-Vereine im Frühjahr eine unterschiedliche Anzahl von Heimspielen (7 bis 9) im Spielplan vorgesehen haben, wurden die Abo-Preise auf 8 Spiele gerechnet. Dh. bei einem Klub mit 7 Spielen wurde der Abo-Preis auf 8 Spiele hochgerechnet, bei Klubs mit 9 Spielen auf 8 Spiele runtergerechnet, um eine faire Basis als Vergleich zu haben. Basis der Berechnung ist das günstigste Abo, das man als Erwachsener bei einem Klub im Frühjahr bekommt.

 

Mattersburg hat gar kein Abo

Platz 10 geht dabei an den SV Mattersburg, weil der Klub gar kein Abo anbietet. Die 8 günstigsten Tageskarten kosten zusammengerechnet 144 Euro. Damit sind die Burgenländer weit abgeschlagen auf dem letzten Platz. Wie sehr die Burgenländer überhaupt davon abhängig sind, ob 2.000 oder 8.000 Leute ins Pappelstadion strömen, sei anhand dieser "Strategie" dahingestellt.

 

Auf Platz 9 folgt der WAC. Das günstigste Abo in Wolfsberg kostet gerechnet auf acht Spiele 102 Euro. Sturm Graz und Rapid sind knapp davor, wo das Abo auf 8  Spiele gerechnet 100 Euro kostet (siehe Tabelle).

 



 


Platz 6 bis 4: Das solide Abo-Mittelfeld

Auf Platz 6 der Abo-Rangliste liegt der aktuelle Meister Red Bull Salzburg. Für die acht Spiele im Frühjahr muss man 94 Euro auf den Ladentisch legen.  Ein bisschen günstiger (90 Euro) gibt es die Spiele in der "Keine Sorgen Arena" zu Ried, auf Platz vier liegen die Altacher aus dem Ländle, hier muss der geneigte Fan 75 Euro für 7 Spiele zahlen, was umgerechnet 86 Euro auf 8 Spiele bedeutet.

 



 


Billigstes Frühjahrsabo bei der Admira

Das günstigste Frühjahrsabo bieten den 90minuten.at-Berechnungen zu folge die Südstädter an. Mit nur 73 Euro für 9 Spiele bedeutet dies hochgerechnet auf 8  Spiele einen vergleichbaren Abo-Preis um 65 Euro. Damit gewinnt die Admira diese Wertung klar. Beachtlich ist aber auch der günstige Preis bei der Austria: Mit 75 Euro gibt es die Veilchen deutlich günstiger zu sehen als etwa den Lokalrivalen aus Hütteldorf. Platz 3 geht an den SKN.

 

 

Auf ins Stadion!

Die Bundesliga verspricht also in den verbliebenen sechzehn Runden Spannung auf allen Ebenen. Und teuer ist relativ: Auch die Spiele des Wolfsberger AC sind mit lediglich 12,8 Euro pro Spiel dank Abo eigentlich keine Millioneninvestition. Viel günstiger ist es in der Regionalliga auch nicht! 

 

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