Keine gute Woche für die Fünfjahreswertung
Lediglich Red Bull Salzburg konnte einen Sieg einfahren. Rapid erreichte zumindest ein Remis, die Austria und die Admira verloren. In den Rückspielen können und müssen wichtige Punkte geholt werden. Die Konkurrenz schläft nicht. Von Georg Sander
Bekanntlich träumt die heimische Liga von einem Champions League-Fixplatz. Das hieße, man müsste auf Rang zwölf liegen. Der ist in weiter Ferne, 2015/16 schloss man das internationale Jahr als 16. ab, mit mehr als sechs Punkten Rückstand auf die Schweiz. Aktuell wäre Österreich, bliebe es bei diesem Standing, nach 2016/17 nur noch 17. für das internationale Jahr 2018/19. Um den Status mit einem Verein in der CL-Quali und drei weiteren zu verlieren, müssten die ÖFB-Klubs aber 52. werden. Nach hinten ist also noch etwas Luft. Immerhin.
Trotzdem sind die Spiele vor allem am Donnerstag ungut gewesen. Der Zwischenschritt, den es auf dem Weg zum Fixplatz zu erreichen gilt, ist Rang 15. Dann gibt es nämlich zwei Starter in der CL-Quali und nach wie vor drei in der Europa League. Vor der Saison hielt diesen Platz Rumänien, mit einem denkbar knappen Vorsprung auf Österreich. Schon für 2017 musste Österreich bislang Kroatien vorbei ziehen lassen. Durch den Wegfall der Saison 2011/12, mit 7,125 guten Punkten für die Wertung im kommenden Jahr sitzt nun aber auch Weißrussland im Nacken – just jenes Land, gegen das Rapid gestern remisierte.
Im aktuellen Ranking nach Punkten liegt Österreich auf Platz acht. Der Auftrag für die Rückspiele kann sowie so nur sein, möglichst viele Punkte zu machen, im Idealfall vier Siege einzufahren. Mit Blick auf die Fünfjahreswertung scheint das Duell zwischen Rapid und Torpedo Schodsina fast genau so interessant, wie dass Salzburg diese Runde übersteht, um zumindest einen heimischen Klub in einer Gruppenphase zu haben.
Österreichs Hauptkontrahenten heißen demnach Kroatien und Rumänien, möchte man den zweiten Platz für die Saison 2018/19 erhalten. Dafür müsste man im Ranking 2017 – also der laufenden Spielzeit – mindestens 15. sein. Kroatien hat gegenwärtig Dinamo Zagreb in der Champions League-Quali, sie haben mit einem 2:0 daheim gegen Dynamo Tiflis eine gute Ausgangsposition. Mit Hajduk Split, das den ukrainischen Vertreter FK Olexandrija auswärts mit 3:0 besiegte, schaut es ebenfalls sehr gut aus. Lok Zagreb und HNK Rijeka spielten jeweils 0:0. Lok und Hajduk wären in der vierten Runde ungesetzt - Rijeka sehr wohl.
Rumäniens Meister Astra Giurgiu kam daheim gegen den FC Kopenhagen nicht über ein 1:1 hinaus, Steaua Bukarest erreichte immerhin ein 1:1 bei Sparta Prag. Sollte Astra aufsteigen, wären sie ein möglicher Red Bull Salzburg-Gegner. Die Rumänen trafen in der Gruppenphase 2014/15 schon auf die Bullen, unterlagen daheim 1:2 und auswärts 5:1. Bukarest wäre im non-Champions-Weg ungesetzt, ihnen drohen Gegner wie Porto oder Manchester City, sollten sie aufsteigen. Pandurii Tragu Jiu (1:3 gegen Maccabi Tel Aviv) und Viitorul Constana (5:0 Niederlage gegen KAA Gent) sind hingegen schon mit einem Fuß ausgeschieden. Out ist nur CSMS Iasi.
Abliefern
Die Chancen sind intakt, dass zumindest drei der vier heimischen Vertreter in die vierte Qualifikationsrunde kommen. Um sich in die Nähe eines fünften Europacupstartplatzes ab 2018/19 zu bringen, müssen die gesammelten Punkte verteidigt werden. Es scheint schwer vonnöten, zumindest zwei Vertreter in die Gruppenphase(n) zu bekommen, um die Chance auf Rang 15 in der übernächsten Saison am Leben zu erhalten. Gegenwärtig sind das über 2 Punkte auf den 15. Kroatien – jede Menge Holz und ohne Champions League-Quali fast unmöglich.