Fünfjahreswertungs-Update: Ein Konkurrent quasi weg, aber kommt ein neuer?
Mit dem Sieg des SK Rapid Wien gegen Torpedo Schodsina ist Weißrussland so gut wie keine Konkurrenz mehr. Vor allem, weil der irische Meister FC Dundalk BATE Borisow ausgeschalten hat. Dafür ist eine andere Nation bärenstark und könnte Österreich für di
Slovan Liberec war für die Admira zu stark, Austria Wien schaffte die Hürde Spartak Trnava im Nachsitzen, Rapid und Salzburg entledigten sich der Konkurrenz letzten Endes recht souverän. Vor allem Rapids Sieg ist Gold Wert. Weißrussland ist nur noch mit einem Team im Wettbewerb vertreten, BATE Borisow steigt mit der Niederlage gegen Dundalk in das Europa League-Playoff um. 0,6 Punkte hatte Weißrussland letzte Woche Rückstand, nun hat sich der Vorsprung mit 1,225 fast verdoppelt. Wie alle anderen Zahlen bezieht sich das auf das Ranking 2017, also die Saison 2018/19. Für die Spielzeit 2017/18 ist das Ranking 2016 ausschlaggebend, also inklusive der letzten Saison. Die diesjährigen Ergebnisse haben auf die Europacupsaison 2016/17 keinen Einfluss.
Gute News gibt es vom Ostbalkan. Pandurii Targu Jiu und Vitrolul Constanta mussten sich in der dritten Qualifikationsrunde der Europa League Maccabi Tel Aviv und KAA Gent geschlagen geben. Astra Giurgiu verlor in der Champions League-Quali gegen den FC Kopenhagen und steigt ins EL-Playoff um. Einzig Steaua Bukarest stieg (gegen Sparta Prag) auf. Da Steaua aber im Platzierungsweg unterwegs ist, droht ein Hammerlos wie Villarreal, Ajax oder noch schlimmer Gladbach, ManCity oder der FC Porto. Vor der vierten Qualirunde schmolz der Vorsprung der Rumänen nun von 1,15 auf 0,675.
Kommen wir nun zu den schlechteren Nachrichten. Die Kroaten, im Gegensatz zu Rumänien nur mit vier statt fünf Vertretern in die internationale Saison gestartet, verloren mit HNK Rijeka mit zwei Unentschieden (heim 2:2, auswärts 0:0 bei Basaksehir Istanbul) wie Österreich einen Vertreter. Lok Zagreb aber konnte sein Heimspiel gegen RoPS Rovaniemi aus Finnalnd nach einem 1:1 im Hinspiel gewinnen, Hajduk ließ dem Sieg gegen Olexandrija aus der Ukraine einen weiteren Sieg folgen. Auch Dinamo Zagreb konnte das zweite Spiel der dritten Qualirunde gegen Dinamo Tiflos gewinnen. Zu den 2,025 Punkten Rückstand kam ein weiterer halber Punkt dazu, Österreich rangiert derzeit 2,525 Punkte hinter Kroatien.
Doch noch eine weitere „Front“ könnte hinzu kommen. Für das Ranking 2017, also die Psielzeit 2018/19, rangiert Österreich bekanntlich auf Rang 17, auf Rang 20 liegt Dänemark. Die auf Rang 18 platzierten weißrussischen Vertreter haben nur noch einen Vertreter im Bewerb, Schweden auf Rang 19 hat auch nur noch Göteborg mit drinnen. Auf Platz 20 liegt derzeit Dänemark mit 1,6 Punkten Rückstand auf Österreich. Das ist einiges, aber nicht unaufholbar. Vor allem, weil erstens Bröndby mit dem Ausschalten von Hertha Berlin ein Ausrufezeichen setzte. Und zum anderen, weil alle vier Vertreter noch mit dabei sind.
Dass der FC Midtjylland mit Legionär Martin Pusic den FC Vaduz rauskegelt, war fast aufgelegt. SönderjyskE, bei denen Matthias Maak kickt, hatte da mit den Norwegern von Strömsgodset mehr Probleme – aber wenn die Austria gegen Trnava Elfmeterschießen muss, dürfen Maak und Co. auch in der Verlängerung aufsteigen. In der Champions League-Quali ist Kopenhagen ebenfalls im Playoff.
Um die Gefährlichkeit der Dänen zu unterstreichen: Nur Spanien (keine Qualispiele), England, Italien, Belgien und die Türkei, für 2017 alles Topten-Nationen, haben noch alle Mannschaften im Bewerb. Mit 3,875 im Schnitt gesammelten Punkten ist Dänemark um 0,5 Punkte besser als die bislang zweitbeste Nation Israel und um 0,875 Punkte besser als Österreich.
Meister Kopenhagen ist im Playoff der Champions League zwar nicht gesetzt, aber die Gegner sind nicht sonderlich furchteinflößend. Midtjylland ist im EL-Playoff gesetzt, Bröndby und SönderjyskE zwar nicht, aber Aufstiege sind freilich in KO-Duellen nie unmöglich. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass zumindest zwei Teams weiter kommen.
Ein Wort noch zu Griechenland. Die liegen gegenwärtig mit noch drei Vertretern (Olympiakos, PAOK und Panathinaikos) im EL-Playoff zwischen Kroatien und Rumänien auf Rang 15. Mit bislang nur 0,9 geholten Punkten sind sie in Reichweite, aber schon von Kroatien überholt worden. Ohne Rumänien zu überholen wird es aber schwierig, diesen 15. Platz zu ergattern.
Selber punkten
Egal wer die Gegner sind: Erst ein Team aus dem Trio Red Bull Salzburg, Rapid und Austria Wien ist fix weiter. Und noch einmal „egal wer die Gegner sind“: Mit den zum Teil noch durchwachsenen Leistungen in der dritten Runde kann es im Playoff für alle drei schwierig werden.