‚Der Franz Wohlfahrt hat mir dann abgesagt‘
In einem aktuellen Porträt für die „Zeit“ spricht Toni Polster über seine bisher gescheiterten Pläne als Trainer in Österreich zu reüssieren. Zuletzt war er laut eigenen Aussagen bei der Austria und beim ÖFB im Gespräch.
Toni Polster polarisiert noch immer, wenn auch vielleicht nicht mehr so wie vor einigen Jahren. Die renommierte Wochenzeitung „Die Zeit“ hat Toni Polster jetzt ein umfassendes Portrait gewidmet. Dabei spricht Polster auch über seine jüngsten Erfahrungen im österreichischen Fußball und spart auch nicht mit Kritik.
Über seinen ehemaligen Admira-Trainer-Kollegen Oliver Lederer sagt er im Zeit-Interview: „Der dachte, dass ihm selbst Guardiola nicht das Wasser reichen kann.“ Und dass auch der Einfluss der Sponsoren nicht zu knapp gewesen sein soll: „Der Sponsor wollte mir die Aufstellung diktieren“, so Polster.
„Ruttensteiner hat mich gefragt“
Polster war laut eigenen Aussagen auch bei der Austria als Nachfolger von Andreas Ogris als Cheftrainer im Gespräch. Zumindest hat Franz Wohlfahrt damals laut Polster bei ihm angefragt. „Er hat mir dann aber abgesagt“, sagt Polster im Zeit-Interview.
Und auch beim ÖFB wurde der Team-Rekordtorschütze vor zweieinhalb Jahren als Trainer gehandelt. „Der Willi Ruttensteiner hat mich gefragt, ob ich Nachwuchsstürmer trainieren möchte. Ich habe bejaht und seitdem nichts mehr von ihm gehört“, zeigt sich Polster zerknirscht und denkt auch den Grund für diese Misere zu wissen: „Wahrscheinlich werde ich nur von einer starken Persönlichkeit verpflichtet werden. Ein Lutscher wird mich nicht holen, weil er Angst hätte, selbst zu wenig Sonne abzubekommen“, so der 52-jährige.
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