Foto: © GEPA Reportage / April

Die 7 … ungewöhnlichsten ÖFB-Cupfinali seit 1945

Am Mittwochabend kämpfen Sturm Graz und Rapid Wien sowie der SV Mattersburg und Red Bull Salzburg um den Einzug ins UNIQA ÖFB-Cup-Finale. Drei Topklubs plus ein Bundesligist sind im Halbfinale nichts Ungewöhnliches – es gab aber schon sehr bemerkenswerte Finali.

Von Georg Sander

 

2012/13 stand zuletzt nicht Red Bull Salzburg im Finale des ÖFB-Cups. Die roten Bullen sind sowohl in der Liga, als auch im Cup die Mannschaft der letzten Jahre, schließlich holte man ab dem Sommer 2013 alle nationalen Titel und ist seit dieser Zeit im KO-Bewerb ungeschlagen. Aber in den letzten Jahren und Jahrzehnten war das Cupfinale 12/13 zwischen der Wiener Austria und dem damals von Red Bull unterstützten Regionalligisten FC Pasching bei weitem nicht das ungewöhnlichste Endspiel. 90Minuten.at präsentiert sieben handverlesene Cupfinali seit 1945.

1945/46: Rapid Wien – First Vienna FC 2:1

Im ersten Cupfinale nach dem 2. Weltkrieg besuchten 50.000 Menschen das Endspiel zwischen den Hütteldorfern und den Döblingern – nie waren es vorher oder nachher mehr Menschen! Die Vienna ging damals gar als Favorit in das Endspiel gegen den Ligameister. Das untermauerte man mit einem 13:3 im Halbfinale gegen den Floridsdorfer AC. Doch Rapid, mit den Legenden Ernst Happel, Alfred Körner und Franz „Bimbo“ Binder, konnte sich durchsetzen. Binder schoss Rapid nach nur fünf Minuten in Front, Karl Decker konnte in der 65. Minute ausgleichen. Den spielentscheidenden Treffer erzielte dann wieder Binder in der 85. Minute.

1947/48: Austria Wien – Sturm Graz 2:0

Kurz nach dem Ende des zweiten Weltkriegs spielte sich Sturm Graz bis ins Finale des ÖFB-Cups. Damals gab es Qualifikationsrunden der Bundesländer, wobei die Landescupsieger von Tirol und Vorarlberg noch eine Qualifikationsrunde spielen musste. Sturm besiegte den GAK und den ASV Neufeld aus dem Burgenland, ehe man den Kärntner Landesmeister aus dem Bewerb warf. Im zweiten Halbfinale vernichtete die Wiener Austria die Salzburger mit 15:0. Im Finale am 4. Juli 1948 lieferten die Grazer aber eine heroische Schlacht, überzeugten das Wiener Publikum. Auch aufgrund der starken Leistung der „Schwoazn“ in diesem Spiel wurde die Staatsliga initiert, an der ab 1949/50 Klubs aus allen Bundesländern teilnehmen konnten. Im Jahr drauf verlor Vorwärts Steyr ebenfalls gegen die Veilchen mit 5:2. Zwischen 1950 und 1958 machte der Cup-Pause, es sollte noch ein bisschen dauern, bis ein Bundeslandklub erstmals den Titel holte. 1962 musste sich der GAK im Finale den Favoritnern geschlagen geben, im Jahr drauf der LASK. 1964/65 war es dann aber so weit. Erstmals standen sich mit dem ersten nicht-Wiener-Meister LASK und dem 1. Wiener Neustädter SC zwei Klubs aus den Bundesländern im Finale gegenüber. In zwei Spielen konnten sich die Oberösterreicher mit 1:0 und 1:1 durchsetzen und kürten sich zum ersten Bundesländerklub, der den Cup gewinnen konnte.

 

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