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Die 7 ... Rekordmeister in Abstiegsnot

In der 34. Runde sicherte der SK Rapid Wien den Klassenerhalt. Unglaublich? Eigentlich schon. Aber diese sieben Rekordmeister wurden ebenfalls in den Abstiegsstrudel gerissen. Von Georg Sander

Manchmal weiß der geneigte Fußballfan ja gar nicht, wie ihm oder ihr geschieht. Da werden die Daumen für den Rekordmeister gehalten - was ja die Wahrscheinlichkeit eines befriedigenden Fußballwochenendes eigentlich erhöhen sollte. Und dann? Abstiegskrampf statt Titelkampf. So passierte es dem SK Rapid Wien dieses Jahr. Doch die Hütteldorfer sind bei weitem nicht die einzigen Rekordmeister (mit oder ohne Anführungszeichen), die es in den Abstiegsstrudel zog. 90minuten.at präsentiert noch sieben andere aktuelle Rekordmeister, die in ihrer langen Historie gegen den Abstieg spielen mussten - oder tatsächlich abgestiegen sind.

Platz 7: Grasshoppers Zürich

Jüngere Semester können ja meinen, der FC Basel wäre Schweizer Rekordmeister. Das stimmt halt nicht. Die Zürcher von den Grasshoppers sammelten mit 27 gleich sieben mehr als die Basler, wobei der letzte aus dem Jahre 2003 datiert. Dafür wurde die (noch im Cup-System ausgetragene) erste Meisterschaft 1897/98 gewonnen. Doch rosig war es nicht immer. 2003/04, nach dem Titel, schaffte man es als Siebter sechs Punkte zwischen sich und den Relegationsplatz zu bringen; 2014/15 und 2016/17 wurde man jeweils Achter, aber mit deutlichem Abstand zwischen dem Abstiegsplatz Nummer 10 und sich selbst.

Platz 6: FC Bayern

Zugegebenermaßen war der FC Bayern München zur Zeit seiner Abstiege noch gar nicht Serienmeister. In der Saison 1954/55 aber mussten die Bayern den bitteren Gang von der damaligen Oberliga als höchste Spielklasse in die Zweitklassigkeit antreten. Man stieg ohnehin wieder auf. Spannender jedoch ist die erste Bundesligasaison. Denn die Bundesliga meinte, es wäre nicht gut, zwei Vereine aus demselben Ort dort antreten zu lassen. Und weil 1860 München die Oberliga gewonnen hatte, wurde Bayern als Dritter in die neue Regionallig runter gestuft. Man befand sich im Totalumbau und nach zwei Jahren Regionalliga ging es auch schon rauf in die Bundesliga. Die Bayern etablierten sich sofort im Spitzenfeld, und stemmten die Siegestrophäe 1968/69 zum ersten von insgesamt 27 Mal und das erste Mal seit 1932 in die Höhe.

 

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