"Verschwundener Scholl": Heftiger Streit mit ARD als Ursache
Von einem Tag auf den anderen war Mehmet Scholl als Analytiker für die ARD nicht mehr verfügbar. Der Grund ist ein heftiger Streit.
Viele deutsche Fußball-Fans wunderten sich in der letzten Confed-Cup-Woche, dass TV-Experte Mehmet Scholl plötzlich nicht mehr die Spiele des deutschen Nationalteams analysierte. Stattdessen war plötzlich Thomas Hitzelsperger der neue Experte. Die Zeitung „Die Welt“ fragte bei der ARD nach. Die Antwort damals: "Es ging Mehmet Scholl nicht gut, und er ist deshalb nach Hause gefahren. Dankenswerterweise ist kurzfristig Thomas Hitzlsperger für ihn eingesprungen", teilte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky mit.
Stimmt nicht
Doch diese Darstellung stimmt nicht, wie die Bild-Zeitung herausgefunden hat. Denn laut Informationen der Bild kam es zu einem heftigen Streit zwischen ARD und Scholl vor dem Spiel zwischen Portugal und Chile. Der Sender plante den Informationen zufolge eine ausführliche Berichterstattung über das Dopingproblem im russischen Fußball. Scholl sei dies zuwider gewesen, er habe lieber ausführlich über die starken Auftritte der beiden deutschen Nationalmannschaften reden wollen. Der Streit darüber wurde so heftig, dass Scholl einfach abgereist ist.
Dies wurde mittlerweile auch von Balkausky bestätigt: "Meinungsverschiedenheiten kommen in den besten Familien vor. Wir werden das in den nächsten Wochen klären." Dem Vernehmen nach will Scholl seine Zusammenarbeit mit der ARD fortsetzen. Bis zum 14. August haben die beiden Parteien Zeit, den Streit zu schlichten, denn dann findet in der ARD das nächste große Livespiel statt (DFB Pokal Hansa Rostock vs Hertha).
Das nächste große Livespiel in der ARD findet am 14. August statt. An diesem Montag zeigt das Erste die Erstrundenpartie des DFB-Pokals zwischen Hansa Rostock und Hertha BSC.