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Die 7 ... legendärsten Feuerwehrmänner

Goran Djuricin löste bei Rapid nun erst einmal Knoten im Kopf. Der 42-Jährige ist aber längst nicht der erste Feuerwehrmann in der Liga - und sicher nicht der letzte. Deswegen haben wir die interessantesten aufgeschrieben. Von Georg Sander

Es stellt sich freilich die Frage, welche Ziele Goran "Gogo" Djuricin haben kann. Nicht-Abstieg? Cup-Sieg? Eher ersteres.  Vor allem geht es mit dem vierten Rapidcoach binnen Jahresfrist darum, aus einer desolat spielenden Truppe, die bislang alle Ziele unerreicht ließ, wieder so etwas wie ein Team zu machen. Diese sieben Trainer schafften das vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Auf jeden Fall retteten sie, was gegen Ende der Saison noch zu retten war.

Platz 7: Michael Streiter

Beginnen wir mit einem Coach, mit dem es eher nicht so gut lief als Feuerwehrmann. Der Erfolgstrainer der Aufstiegsjahre nach dem Finanzcrash übernahm den FC Wacker Ende 2013 und betreute den Bundesligisten im Frühjahr 2014. Damals lagen die Tiroler zwei Punkte hinter der Admira. Nach 36 Runden waren es acht Punkte und Wacker musste absteigen. Man möchte meinen, dass damit das Projekt Streiter gescheitert wäre, das Dasein als Feuerwehrmann lag ihm wohl doch nicht. Doch Wacker ließ ihn noch 15 Spieltage gewähren, bis man nur noch vier Punkte vor dem Abstieg in die Regionalliga lag. Was nicht gut ging, durfte also weiter schief laufen. Zwischenzeitlich hatte man Co-Trainer Klausner zum Sportdirektor gemacht, der dann seinen Chef feuern musste. Ja, ein bisschen wunderlich und ein Beispiel, wie das Feuerwehrmanndasein nicht nur falsch laufen kann, man diesen Fehler auch beständig nicht korrigiert.

Platz 6: Jochen Fallmann

Bislang funktioniert das recht gut, was der St. Pölten-Trainer seit dem Rauswurf von Karl Daxbacher fabriziert. Schon 2014/15 war er eingesprungen, als es mit Herbert Gager und Michael Steiner nicht funktionierte. Gerettet ist der SKN freilich noch nicht, gegenwärtig hält man aber bei fünf Zählern Vorsprung, was angesichts der altbackenen Taktik des Vorgängers und vor allem aufgrund des Sportdirektors und dessen Kaderzusammenstellung ohnehin an ein Wunder grenzt. Denn nach 13 Spieltagen waren die Landeshauptstädter nur Vorletzter, mit gerade einmal sieben Pünktchen. Was Fallmann von Baumgartner beim SVM, nach 13 Spieltagen hinter dem SKN gelegen, unterscheidet? Mattersburg hat ein großes Geldbörsel, der SKN nur ein kleines.

 

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