Warum Damir Canadi (zumindest heute) eher nicht Rapid-Trainer wird
Zwar gibt es immer mehr Gerüchte, dass Rapid an Damir Canadi als Trainer konkret interessiert ist. Doch bisher hat es weiterhin keinen Kontakt zwischen den Hütteldorfern und Vorarlbergern gegeben. Nachgehakt hat Michael Fiala
Einige Medien, darunter krone.at, wollen es wissen: Demnächst - möglicherweise sogar schon heute - soll Damir Canadi als neuer Rapid-Trainer vorgestellt werden. “Nachdem der neue Trainer womöglich noch heute, spätestens aber wohl am Donnerstag bekannt gegeben werden soll, müssen die Verhandlungen relativ rasch vonstatten gegangen sein. Das spricht für Canadi, der als österreichischer Trainer in Österreich gut greifbar für die Rapid-Verantwortlichen ist.”
"Kann ich zum aktuellen Zeitpunkt ausschließen"
Canadi besitzt bekanntlich eine Ausstiegsklausel, kann daher die Vorarlberger ohne ihre Zustimmung verlassen. Dass Canadi auf der Liste der Hütteldorfer steht, ist kein Geheimnis mehr. Demnach hat es auch laut 90minuten.at-Informationen zufolge Kontakt zwischen Rapid und dem Canadi-Management gegeben. “Was ich aber definitiv sagen kann ist, dass Damir Canadi weder gestern noch bisher heute in Wien war. Außerdem ist mit dem Manager von Damir Canadi vereinbart, dass der Klub sofort informiert wird, wenn es konkrete Verhandlungen gibt. Dies kann ich mit aktuellem Zeitpunkt definitiv ausschließen”, sagt Altach-Geschäftsführer Christoph Längle im Gespräch mit 90minuten.at am Mittwoch um 12:30.
Klar, Längle kann nicht ausschließen, dass es trotzdem noch so kommen wird und Canadi im Endeffekt nach Wien wechselt. Es würde den Altach-Geschäftsführer aber schon sehr wundern, wenn es bereits konkrete Gespräche gäbe, ohne, dass der Klub informiert ist.
Für die konkrete Situation lässt dies folgende Schlussfolgerungen zu: Rapid agiert sehr geschickt und hat einige Medienvertreter bewusst auf die falsche Fährte gelockt: Während die Medien täglich darüber diskutieren, ob Canadi jetzt ein Top- oder doch nur “ein” Kandidat ist, gibt es möglicherweise ganz einen anderen Kandidaten. Didi Kühbauer, Oliver Lederer oder doch wieder ein Ausländer?
Oder: Rapid und Damir Canadi verhandeln bereits konkret (übers Telefon oder ein Rapid-Vertreter ist in Vorarlberg) und die beiden spielen nicht mit offenen Karten gegenüber Altach. Eine Variante, die man im Ländle aber keinen Glauben schenken will, denn dazu ist das Verhältnis zwischen Canadi und Altach zu gut.
Sollte also Rapid tatsächlich bereits in Kürze einen neuen Trainer präsentieren, so spricht das dafür, dass es nicht Damir Canadi ist.
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