Andreas Müller: ‚Wir müssen lernen, die Nackenschläge wegzustecken‘

Nach der Europa League ist vor der Meisterschaft. Am Sonntag wartet auf Rapid im Allianz-Stadion der WAC. Andreas Müller, Mike Büskens und Richard Strebinger stellten sich am Freitag den Fragen der Medienvertreter. Für das Match wurden bisher 17.000 Karte

 

Andreas Müller …

… über das 2:2 in Sassuolo:
Es war am Ende sehr glücklich für uns, die Mannschaft hat sich für ihre Moral belohnt. Das kommt nicht alle Tage vor. Das eröffnet uns die Möglichkeit, aufzusteigen. Das ändert aber nichts daran, dass wir auch in der Bundesliga performen müssen. Wir müssen zusehen, dass wir in der Liga in die Spur kommen, das ist unser wichtigster Wettbewerb. Wir müssen am Sonntag drei Punkte in Wien behalten. Wir werden den Schwung von der Europa League mitnehmen.

 

… auf die Frage, ob es nicht zu wenige Leitwölfe im Kader gibt, speziell wenn man daran denkt, dass gegen Sassuolo der 18-jährige Manuel Thurnwald ins kalte Wasser gestoßen wurde?
Man kann immer darüber nachdenken, dass man noch zusätzliche Leitwölfe im Kader hat. Man darf nicht vergessen, dass wir gerade hier einige Ausfälle zu beklagen haben, wie Hofmann oder Schwab. Wir setzen aber bewusst auf die Entwicklung von jungen Spielern. Wenn man die Mannschaft der letzten Wochen sieht, sind wir auf einem ordentlichen Weg, eine Trendwende herzustellen. Wir sind aber auch noch nicht da, wo wir hinwollen. Wir müssen lernen, die Nackenschläge wegzustecken.

 

Richard Strebinger …
… über das 2:2 gegen Sassuolo:
Das war sehr wichtig für uns, sonst hätten wir fast keine Chancen auf den Aufstieg gehabt. Wir haben gemerkt, dass die Mannschaft bis zum Ende daran glaubt. Das Spiel ist bereits abgehakt. Jetzt müssen wir gut regenerieren und alles reinhauen, damit wir drei Punkte gegen den WAC gewinnen.

 

… darüber, wie man den WAC erwarten kann und wie Rapid darauf reagieren muss:
Gegen uns wollen die Gegner kompakt stehen und dann schnell umschalten. Da müssen wir wach sein und auch schnell umschalten. Wir müssen mutig nach vorne spielen. Wir wissen, wer wir sind: Wir sind Rapid.

 


Mike Büskens …
… über das 2:2 in Sassuolo:
Das war wichtig, dass wir wiedergekommen sind. Das spricht für die Moral im Team. Sie haben bis zum Schluss daran geglaubt, auch dass die Spieler, die von der Bank gekommen sind, die Tore erzielt haben. Im direkten Vergleich mit Sassuolo sind wir vorne. Wir haben in den letzten Spielen alle Möglichkeiten. Dennoch wartet jetzt der WAC auf uns. Das ist ein sehr kampf-, köperbetontes Team. Wir müssen den Schwung durch die letzten Ergebnisse mitnehmen, alles mobilisieren, alles mitnehmen.

 

… darüber, ob sich die Doppelspitze bewährt hat?
Ich habe heute Morgen bei Sky die Zusammenfassung geschaut. Da habe ich auch gehört, dass wir mit einer Doppelspitze gespielt haben. Jelavic kam jedoch eher von außen. Generell ist es immer gut, wenn man viele torgefährliche Leute vorne dabei hat. Das kann aber auch jemand aus dem Mittelfeld sein. Das müssen nicht immer zwei Stürmer sein.

 

… auf die Frage, was kann man vom Sassuolo-Match mitnehmen kann?
Wir haben in der ersten halben Stunde bis zum Tor eine gute Kontrolle gehabt. Da gab es vernünftige Passagen, bei denen die Italiener nicht so viel Zugriff auf uns gehabt haben. Da hatten sie auch Probleme mit ihrem Rhythmus. Von den Momenten, wo wir nicht mehr so aktiv waren, müssen wir auch lernen, da haben wir Sassuolo zu viel Raum gelassen.

 

… über die Verletzten:
Traustasson hat kurz vor dem Ende einen Tritt auf das Knie bekommen, da müssen wir schauen, wie es geht. Pavelic hat beim Training mitmachen können, sind positiv gestimmt, dass er am Sonntag spielen kann.