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Bis zu 49,9% der Austria-Anteile zu haben

Auf der Suche nach einem finanzkräftigen Investor ist die Austria bereit, bis zu 49,9% der Anteile abzugeben.

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In einer Vorschau der APA (Österreichische Presseagentur) war es Mittwoch am Ende des Artikels eigentlich nur eine Randnotiz. Konkret ging es um die Suche nach Investoren und den damit dringend notwendigen Geldfluss für die Veilchen. In dem Artikel hieß es: „Dem Vernehmen nach ist man bereit, bis zu 49 Prozent der Club-Anteile abzugeben.“

49 Prozent? Das überraschte dann doch ein wenig. Schließlich hieß es von Austria-Vorstand Markus Kraetschmer noch Ende Oktober 2019 im 90minuten.at-Interview auf die Frage, wie hoch die Grenze bei der Beteiligung liege: „Die Beschlusslage erlaubt, einen oder mehreren Partner zu finden, die zusammen maximal 24,9 Prozent der Austria-Anteile erwerben.“

 

Neue Höchstgrenze

Auf Nachfrage von 90minuten.at bestätigte Markus Kraetschmer über die Pressestelle der Austria die „neue“ Höchstgrenze. Konkret könne die Austria bis zu 49,9% der eigenen Clubanteile verkaufen, sofern ein Investor dazu an Land gezogen wird.  Mitte Jänner meinte Peter Stöger zu den Zielen eines Investors: „Wir arbeiten an zusätzlichen wirtschaftlichen Kontakten und suchen einen strategischen Partner. Ich bin in diesen Bereichen sehr zuversichtlich, dass wir mit großen Schritten vorankommen.”

 

Suche nach Investor dauert sieben bis zwölf Monate

Dass die Suche nach einem Investor eine langfristige Angelegenheit sei, bestätigte Kraetschmer im Oktober auch im 90minuten.at-Interview: „Wir versuchen, diese Gespräche voranzutreiben. Es gibt aber derzeit kein konkretes Angebot, aber laufende Gespräche. Man muss dazu auch wissen, dass die Findung eines großen Aktionärs in der Regel zwischen sieben und zwölf Monate dauert“, so der Austria-Vorstand, der ergänzte: „ Man kann daher nicht erwarten, dass wir in Kürze hier zu einer Entscheidung kommen. Angebote gibt und gab es immer wieder, aber wir müssen hier natürlich auch die Seriosität prüfen. Ein Pyrrhussieg mit einem Partner, der zwar kurzfristig finanziell lukrativ erscheint, aber strategisch nicht passt, wäre fatal. Wir wollen einen Partner gewinnen, der den strategischen Weg der Austria mitgehen will.“