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Ursachenforschung beim ÖFB: 'Er ist der gleiche Fachmann wie 2015'

ÖFB-Präsident Leo Windtner und Sportdirektor Willi Ruttensteiner zogen heute eine gemischte Bilanz zum Länderspieljahr 2016. Marcel Koller steht außer Diskussion, Kritik an mangelnder Reflexionsfähigkeit des Verbands wurden zurückgewiesen. Zudem gab es gr

 

Leo Windtner …
… über die Entwicklung des Nationalteams im Jahr 2016: „Das Zugpferd ist das Nationalteam. Die Amplitudenwirkung des Nationalteams ist gewaltig. Resultatsmäßig haben wir bei weitem nicht das Ziel erreicht, das wir uns gesetzt haben. Die Euro konnte nicht den Hype fortsetzen, den wir vorher geschaffen haben. Die Euro ist hinlänglich analysiert worden, die Ursachenforschung ist ok. Der Start in die WM-Quali für Russland ist dennoch holprig verlaufen und hat nicht den Befreiungsschlag gebracht, den wir uns erhofft bzw. erwartet haben. Da gilt es einiges in der Winterpause nachzuarbeiten. Es war in der EM-Quali nicht nur Glück gewesen, genauso ist in er WM-Quali nicht alles Pech, wiewohl uns das Glück nicht gerade Hold gewesen ist. Doch das ist zu wenig, man muss dem Glück auch in die Schuhe helfen. Ich glaube nach wie vor an unsere realistische Chance der WM-Qualifikation. Wir werden die nächsten drei Monate intensiv nutzen müssen, um da oder dort das eine oder andere zu ändern. Voraussetzung sind drei Punkte gegen Moldawien, daran gibt es nichts zu rütteln. Wenn wir die richtigen Schlüsse ziehen, sollten wir realistisch an frühere Zeiten anknüpfen können. Dass es aber schwierig wird, daran gibt es keinen Zweifel.“

 

4) Die Traineraus- und -fortbildung
354 Absolventen erhielten heuer im Bereich der Traineraus- und -fortbildung ihre Diplome. 2016 wurden in Kursen mehr als 1.500 Stunden unterrichtet, beginnend beim ÖFB-Junioren B-Diplom, ÖFB-Nationales Torwarttrainer-Diplom, UEFA-Futsal-B-Diplom, UEFA-A-Diplom, UEFA-Pro-Diplom und UEFA-Elite-Junioren-A-Diplom.

 

Bei den Fortbildungen für die UEFA-Torwarttrainer-A-Diplom Anpassung, die Bundesliga 1 und 2 Trainer Fortbildung sowie die Trainer-Seminare in Wiener Neudorf und Saalfelden wurde etwas mehr als 43 Stunden geschult.

 

Mit 01.07.2016 wurde eine neue Trainerordnung implementiert, die nun auch vollinhaltlich den Vorgaben der UEFA-Konvention hinsichtlich der gegenseitigen Anerkennung von Trainer-Qualifikationen unter den Mitgliedsverbänden entspricht. Die Neustrukturierung übertrifft, wie schon bisher, die vorgeschriebenen Mindestanforderungen und Richtlinien der UEFA, insbesondere betreffend der erforderlichen Unterrichtseinheiten. Der Fokus liegt am „reality based learning“.

 

Organisatorisch übernahm heuer Dominik Thalhammer die sportliche Leitung der Traineraus- und -fortbildung von Thomas Janeschitz, Walter Konir übernahm die administrative Leitung nach der Pensionierung von Otto Waldhardt.

 

„Wir können insgesamt sehr positiv bilanzieren, wenngleich große Erfolge beim Nationalteam ausgeblieben sind. Dennoch konnten in vielen Bereiche tolle und historische Ergebnisse und Fortschritte erzielt werden. Wir entwickeln uns kontinuierlich weiter, das ist das Entscheidende“, so abschließend ÖFB Präsident Leo Windtner.

 

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