Momentum am Montag: Ein bisschen Normalität
Der SK Sturm verlängert Verträge, es gibt Transfergerüchte um Neuzugänge für Salzburg und Rapid, ein WACler wechselt im Sommer. Mit der Perspektive auf ein Weiterspielen kehrt ein Stück weit Normalität in den Fußball zurück.
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Jede einzelne Presseaussendung mit Vertragsverlängerungen, jedes Transfergerücht und sogar Avisos für Pressetermine taugen zu einem Momentum am Montag.
Vergangene Woche verlautbarte beispielsweise der SK Sturm Graz, dass man mit Talent Dardan Shabanhaxhaj verlängert. Dann gibt es das beinahe unvermeidliche Gerücht, dass Red Bull Salzburg ein französisches Talent haben will, der SK Rapid einen Kicker aus Belgien, WAC-Spieler Lukas Schmitz wird in die Niederlande wechseln. Es sind Meldungen wie diese, die ein kleines Anzeichen dafür sind, dass der Kick aufs runde Leder wieder einen kleinen Schimmer Normalität inne haben könnte. Just heute verlautbarte auch Sportminister Werner Kogler, dass man wohl bald wieder starten könnte, die Beteiligten rechnen mit einer Einigung am Mittwoch.
Logische Folge von Aussicht
Dass es in Österreich nun einen Ausblick gibt, wann es weiter geht, ist nur folgerichtig. Mit dem Hochfahren der Wirtschaft folgt auch der Wirtschaftszweig Fußball. Und, das merkte Red Bull Salzburgs Stephan Reiter: "Unser Unternehmenszweck ist es, Fußball zu spielen. Wir sehen da keinen Unterschied zwischen dem Jetzt und August, September, Oktober. Die Frage ist, ob die Voraussetzungen besser werden. Wenn man jetzt nicht spielt, dann auch nicht im August." Man müsse eben auch mit dem Virus leben lernen, weil - da ist man sich in der Fußballbranche einig - man muss Fußball spielen, auch bevor es irgendwann eine Impfung gibt. Es ginge, so Reiter, um ein Leben MIT dem Virus. Da sind die Transfermeldungen nur die logische Folge.
Willkommmene Abwechslung
Es ist in den schon viel zu oft bemühten "Zeiten von Corona" eine willkommene Abwechslung, über die Sinnhaftigkeit von Neuzugang X und Y zu spekulieren, zu überlegen, warum dieser Spieler nun verlängert wird oder jener nicht, was Kicker Z bei diesem Verein überhaupt will statt bei jenem. Während es seit Wochen nur darum geht, ob und wie der Fußball wieder stattfindet, ist es für Fans, Interessierte und Berichterstatter zwischendurch einfach nett, ein paar Momente in der Woche nicht mit diesem Thema konfrontiert zu sein. Auch wenn es derzeit nur ein kleines Fenster in die bisherige Normalität des Fußballs ist.