Momentum am Montag: Der LASK kann, was Rapid und Co. nicht können

In Altach schafft der Vizemeister einen 1:0-Auswärtssieg, festigt Tabellenplatz zwei und deutet damit an, dass man in der Lage ist, den Serienmeister zu fordern - etwas, was andere Klubs mit weitaus mehr Möglichkeiten nicht schafften.

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Der Moment, als Joao Klauss in der 41. Minute das 1:0 für den LASK und somit den Siegtreffer in Altach erzielte, ist unser Momentum am Montag.

Damit hat der LASK erst einmal verloren (gegen den WAC, 6. Runde) und zwei Mal remisiert (WSG Tirol, 4. Runde; Salzburg, 8.). Seit die Europa League-Gruppenphase Mitte September angefangen hat, haben die Athletiker somit eben nur gegen Red Bull Salzburg Punkte abgegeben, konnten zuletzt vier Mal in Folge gewinnen. Von einer Doppelbelastung durch die Europa League-Gruppenphase sieht man in Linz somit nichts. Nicht unähnlich ist es beim WAC. Die haben überhaupt in Runde 3 das letzte Mal verloren, die drei Remis aus den letzten vier Spielen sind dann wohl im Schnitt einfach auf eine doch eher geringere Kaderqualität zurück zu führen. Einen Plan scheinen beide zu haben, der LASK verfolgt diesen aber langfristiger, das Potential im Großraum Linz was Sponsoren betrifft ist zudem höher als im Lavanttal - das lässt auf die Möglichkeit zur Nachhaltigkeit schließen.

 

Offensivfußball?

Warum können diese also, was Rapid nicht konnte? Und warum tut sich Rapid auch diese Saison so schwer, selbst wenn man im Grunde vor allem offensiv viel Qualität hat? Denn: Das letztlich knappe 2:3 in Salzburg hätte laut expected goals mit 3,74 zu 0,75 eher deutlich für Salzburg ausgehen müssen. Rapid ist also eben Mittelmaß, spielt so, ist auf Augenhöhe mit einem sich entwickelten SK Sturm und einem TSV Hartberg. Apropos das "und Co.": Sturm konnte Salzburg zuletzt unter Heiko Vogel einigermaßen fordern, mit ansprechendem Offensivfußball. Der letzte Meister, der nicht von der Salzach kam, war Austria Wien, 84 geschossene Tore lassen auch auf veritable Offensivspektakel schließen. Die letzten Spielzeiten der beiden "Cos" eher nicht.

War in der Zeit, als Rapid erster Verfolger der Salzburger war, der Dorfplatz der größte Feind eines Hütteldorfer Meisterteller, so ist das diese Saison anders. Die Bilanz gegen die drei Topteams ist und bleibt bescheiden. Aus den mittlerweile vier Duellen mit Salzburg (2 Mal), dem LASK und dem WAC holte Rapid einen Punkt. Der LASK wiederum holte gegen die anderen drei Topteams hingegen vier Punkte – aus drei Partien.

 

Titelkampf?

Was den WAC übrigens noch vom LASK unterscheidet: Die Athletiker sitzen den Bullen im Nacken. Das 2:2 in Pasching war denkbar knapp, der Ausgleich fiel erst in der 90. Minute. Das heißt: Hätte Daka nicht getroffen, hätten die Oberösterreicher nun genau so viele Punkte wie die Bullen, durch die Punkteteilung nach 22 Runden wird es ohnehin ungefähr so aussehen. Nachdem die Linzer nach Europacupauftritten ordentlich punkten und auch den Kader klug verbreitert haben, deutet eben viel darauf hin, dass das klappt.

Vielleicht kann die Elf von Valerien Ismael 2019/20 somit für etwas sorgen, was man im Land des Serienmeisters schon gar nicht mehr zu kennen glaubt: Eine enge Titelentscheidung und vielleicht sogar einen anderen Meister als Red Bull Salzburg.

 

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