Interviews

Alexander Friedl: ‚Es wurde ein Millionenbetrag in das Paschinger Waldstadion investiert‘

Wie geht es mit dem Stadion für den LASK weiter? Wie viel Geld wurde in die Hand genommen? Warum sind die Fans sauer? 90minuten.at hat mit Alexander Friedl, General Manager beim LASK, darüber gesprochen. Das Gespräch führte Michael Fiala

 

Der LASK lacht vor dem Start der Frühjahressaison von der Tabellenspitze. Im März müssen die Klubs ihre Planungen im Rahmen der Lizenz für 2017/18 bekannt geben. Für die Linzer wird das Paschinger Waldstadion zunächst die Heimat bleiben, ein Millionenbetrag wurde investiert, um in der kommenden Saison ein bundesligataugliches Stadion zu haben. Im Interview mit 90minuten.at spricht Alexander Friedl über den Unmut der Fans, die Stadionpläne des LASK und was noch bis zum Sommer zu tun ist.

 


90minuten.at: Die Fans haben sich zum Teil enttäuscht gezeigt, dass sie quasi vor vollendete Tatsachen gestellt wurden. Warum wurden diese nicht vorab mit einbezogen?

Alexander Friedl: Wir haben vor einigen Wochen die Überlegungen intensiviert, wie wir die Situation in und rund um das Waldstadion Pasching für Anrainer und Fans infrastrukturell weiter verbessern können. Die geplanten Maßnahmen mussten zunächst natürlich mit allen zuständigen Verantwortlichen der Behörden, Polizei und der Österreichischen Bundesliga abgesprochen und freigegeben werden, was in den letzten Tagen erfolgt ist. Parallel wurde mit den Fanklubvertretern bereits ein Treffen vereinbart und fixiert, bei dem alle Informationen aus erster Hand erfolgen werden.

 

Aktuell gibt es 13 Stadien in Österreich, die den Bundesliga-Kriterien entsprechen. Was muss in Pasching noch adaptiert werden, damit das Waldstadion für die Bundesliga tauglich ist?
Es ist völlig klar, dass das Waldstadion Pasching bis dato noch keine Zulassung für die Tipico Bundesliga hat, da es bis dato noch nie als Spielort für die Tipico Bundesliga im Zuge der Lizenzierung genannt wurde. Alleine wegen der bis Sommer 2016 fehlenden Rasenheizung wäre noch nie die Möglichkeit einer Stadionzulassung im Lizenzierungsverfahren möglich gewesen. In den letzten Monaten wurden zudem umfangreiche Verbesserungen jeglicher Art vorgenommen. Rasenheizung, VIP Zelt, Videoüberwachung oder Kameratürme sind nur einige Beispiele.

 

Wann werden diese notwendigen Adaptionen abgeschlossen sein?
Dieser Prozess ist seit Sommer 2016 voll im Gange und wird bis zum Start der neuen Saison 17/18 komplett abgeschlossen sein.

 

Mit welchem Investitionsvolumen rechnen Sie in Punkto Stadion noch, bis es Bundesliga-tauglich ist?
Gute Infrastruktur ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Daher waren und sind wir stets bemüht für unseren Verein, deren Anrainer und Fans die bestmöglichen Gegebenheiten zu schaffen. Hier ist in der letzten Zeit sehr viel umgesetzt und investiert worden.

 

Welches Volumen wurde investiert und wie viel hat der Verein getragen?
Inkl. Rasenheizung, VIP Zelt, ect. reden wir von einem siebenstelligen Betrag, welcher in das Stadion investiert wurde.

 

Und welchen Teil hat der Verein getragen?
Bitte um Verständnis, aber dazu möchte ich keine Informationen geben.

 

Wie ist generell die Stadion-Perspektive des LASK?
Nationale und internationale Beispiele zeigen, dass ein neues Stadion viele neue Wege der Vermarktung und Finanzierung ermöglichen. Mittel- bis langfristig braucht der LASK ein neues Stadion, um den Verein auf das nächste Level heben zu können und in der Tipico-Bundesliga langfristig konkurrenzfähig zu sein. Spätestens 2022 soll das Stadion neu realisiert sein. Aufgrund der mit der Gemeinde Pasching getroffenen Vereinbarung ist ein Profispielbetrieb im Waldstadion Pasching auch nicht länger möglich. Die diesbezüglichen Planungen sind voll im Laufen.

 

Was bedeutet das konkret, wenn der LASK aufsteigen sollte? Mit welchem Stadion wird man sich im März für die Tipico-Bundesliga lizezieren lassen?
Für beide Szenarien, also Sky Go Erste Liga und Tipico- Bundesliga, wird das Stadion in Pasching genannt. Alle getätigten Investitionen sind auf eine längerfristige Nutzung - nach 2022 nur mehr für Amateurbereich - ausgelegt.

Danke für das  Gespräch!

 

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