Trauner: "Ich konnte keine Stiegen steigen und spielte trotzdem"
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Trauner: "Ich konnte keine Stiegen steigen und spielte trotzdem"

Der Oberösterreicher hat im Sommer seine Karriere beendet. Auch, weil der Körper nicht mehr mitspielte. Gernot Trauner über das Leben nach dem Profidasein:

Wenige österreichische Fußballer haben eine Karriere wie Gernot Trauner hingelegt.

Erst mit 29 Jahren verließ der Oberösterreicher erstmals seine Heimat gen Rotterdam und gewann im höheren Fußballeralter fast alles, was es in den Niederlanden zu gewinnen gab. Zusätzlich schrieb der heute 34-Jährige mit Feyenoord beinahe noch Geschichte, als er bei der Premiere der UEFA Conference League erst im Finale an der Roma scheiterte.

Nun ist Schluss. Der dreifache Familienvater hat im Sommer seine Schuhe an den Nagel gehängt und seinen Lebensmittelpunkt wieder zurück nach Oberösterreich verlegt, dort bereitet er sich zurzeit auf die Karriere nach der Karriere vor.

Im großen 90minuten-Interview spricht Trauner über seine außergewöhnliche Profilaufbahn, seine Ziele danach und über seinen Jugend- und Herzensklub LASK.

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90minuten: Du bist jetzt seit drei Monaten in der Fußballerpension. Was war die größte Umstellung für dich?

Gernot Trauner: Dass mein Leben nicht mehr fremdbestimmt ist, ich kann meinen Tag selbst gestalten. Ich habe keine Verpflichtungen. Es ist auch Druck abgefallen, man hat nicht mehr den Anspruch, immer verfügbar, immer fit zu sein. Vor allem Letzteres war am Schluss bei mir ein großes Thema. Als das weggefallen ist, war es anfangs richtig befreiend. Den Fußball verfolge ich weiterhin gerne, aber mir geht es sehr wenig ab, am Feld zu stehen.

90minuten: Sehr viele Menschen haben damit gerechnet, dass du nach deinem Vertragsende in Rotterdam nochmal zum LASK zurückkehrst. Warum ist es dazu nicht gekommen?

Trauner: Der LASK war auf der Position schon sehr gut aufgestellt, sie haben schon viele Innenverteidiger gehabt. Ich hätte es mir schon vorstellen können, war mir aber nicht ganz sicher, ob ich überhaupt nochmal nach Österreich zurückkommen will. Ich habe zehn Jahre in der österreichischen Bundesliga gespielt und dort super Erfolge gefeiert.

Meine erste Intention war es, nochmal im Ausland etwas zu machen. Nicht in einer Top-Liga, sondern ein wenig darunter, wo man das Leben genießen kann. Vielleicht im Süden. Aber das hat sich nicht so richtig ergeben. Ich habe bei einer Mannschaft mittrainiert und schnell gemerkt, dass meine körperlichen Probleme gleich wieder da waren. Dann habe ich mir selbst die Frage gestellt, was ich in diesem Jahr - danach hätte ich sowieso Schluss gemacht - gewinnen kann.

Eines Tages bin ich aufgestanden und habe mir gedacht: 'Eigentlich ist es gut so, wie es ist.' Ich bin extrem zufrieden mit meiner Karriere. Ich höre zu einem guten Zeitpunkt und beim besten Verein, bei dem ich je gespielt habe, auf.

"Es hat Tage gegeben, an denen ich keine Stiegen steigen hab können und trotzdem am Nachmittag gespielt habe."

Gernot Trauner

90minuten: Du warst in deiner Profikarriere insgesamt 1.656 Tage verletzt, das sind umgerechnet über 4,5 Jahre. Welche Spuren hat der Profifußball an deinem Körper hinterlassen?

Trauner: Schon einige. Am Anfang habe ich noch vieles weggesteckt, aber mit jeder Operation hat sich etwas verschlechtert. Der Knackpunkt ist mit 31 passiert. Mit einem Knie habe ich schon immer ein bisschen Probleme gehabt, das andere hat viel abgefangen. Dann wurde mir aber auch am anderen etwas vom Meniskus rausgenommen.

Es ist richtig zach geworden, Wege zu finden, halbwegs schmerzfrei zu trainieren und zu spielen. Es hat Tage gegeben, an denen ich keine Stiegen steigen hab können und trotzdem am Nachmittag gespielt habe. Es ist schon wirklich krass geworden am Schluss. Der Leistungssport hat die normalen körperlichen Verschleißerscheinungen, die in jedem Leben vorkommen, extrem beschleunigt. Die Abnützungserscheinungen vor allem in den Gelenken und Knien sind schon sehr ausgeprägt.

90minuten: Wie gehst du nun als Privatperson mit diesen Verschleißerscheinungen um?

Trauner: Jetzt geht es mir gut. Wenn diese Drehbewegungen, diese extremen Richtungswechsel wegfallen, kann ich normalen Sport betreiben. Ich habe gemerkt, was für eine Lebensqualität es ist, so seinen Alltag zu bestreiten und sich nicht jedes Mal am Nachmittag auf die Couch sitzen zu müssen, weil man am Vormittag trainiert hat und einem das so zugesetzt hat. Das war auch ein Grund, warum ich entschieden habe, es gut sein zu lassen.

90minuten: Dem Fußball bleibst du trotzdem erhalten. Du bist zuletzt oft als TV-Experte zu sehen gewesen, auch die Trainerausbildung hast du schon gestartet. Hat es die Überlegung gegeben, eine längere Auszeit zu nehmen?

Trauner: Für mich ist es ein Mix aus Auszeit und etwas machen. Als TV-Experte bin ich zu nichts verpflichtet, das sind eher einzelne Agreements. Ich wollte es einfach mal probieren und habe gemerkt, dass er mir sehr viel Spaß macht, Spiele zu analysieren und über Alltägliches zu reden.

In der Trainerausbildung bin ich mittendrin. Wenn der passende Moment kommt, würde ich gerne als Trainer aktiv werden. Zurzeit ist es eher hybridmäßig: Ein bisschen Arbeit, die Trainerausbildung, aber ich habe trotzdem meine Freiheiten und genieße das auch. Mein Leben war 16 Jahre komplett vorgegeben, du tanzt nur nach dem Fußball, planst die Urlaube danach.

Ein Bild, an das man sich gewöhnen könnte - Gernot Trauner auf einer Trainerbank
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Ein Bild, an das man sich gewöhnen könnte - Gernot Trauner auf einer Trainerbank

90minuten: Du besitzt bereits die UEFA-B-Lizenz. Wie schauen die nächsten Schritte in der Trainerausbildung aus?

Trauner: Ich mache die Trainerausbildung in Wales. Vor eineinhalb Jahren, als ich länger verletzt war, habe ich mir gedacht, dass jetzt der Moment ist, zu dem ich etwas machen sollte. Ich habe mich dann informiert und in Wales gab es die einzige Möglichkeit, das nebenbei ordentlich durchzuziehen und trotzdem noch zu spielen. Ich bin relativ schnell reingerutscht und habe die B-Lizenz im letzten Jahr absolviert, jetzt habe ich mich für die A-Lizenz, die im kommenden Jänner startet, angemeldet. Ich wollte nach meiner Karriere irgendwas in der Hand haben. Ich bin froh, dass ich zeitig gestartet habe.

90minuten: Gibt es schon Ziele, die du in dieser frühen Phase deiner Trainerkarriere hast?

Trauner: Nicht wirklich. Ich habe rausgefunden, dass es mir taugt, auf dem Platz zu stehen und ein Training zu leiten. Ich möchte das Richtige für mich finden, aber ich weiß noch nicht, ob das im Jugendbereich oder im bezahlten Fußball ist - man muss alles ausprobieren. Es wird ähnlich wie bei meiner aktiven Karriere werden: Wenn du merkst, dass sich Chancen ergeben, willst du diese natürlich wahrnehmen.

90minuten: Blicken wir auf deine aktive Karriere zurück. Als du im Sommer 2017 zum LASK zurückgekehrt bist, warst du 25 Jahre alt. Hättest du dir damals jemals vorstellen können, dass wir jetzt, fast ein Jahrzehnt später, auf eine Karriere als niederländischer Meister, 16-facher ÖFB-Teamspieler und Europacup-Finalist zurückblicken können?

Trauner: Nein, gar nicht. Das ist das, was am Bemerkenswertesten ist, dass die Karriere so spät gestartet ist und was dann trotzdem noch alles passiert ist. Mit 25 bin ich mit Ried abgestiegen und dann zum LASK gekommen. Mein Gefühl war damals, dass ich den Rest meiner Karriere in Österreich spielen werden. Dass dann noch so viel kommen soll, ist schon verrückt. International noch so viele Spiele zu machen, Bestandteil des Nationalteams zu werden, ins Ausland zu gehen - ich hätte mir nie gedacht, dass das möglich ist.

Bei der EURO 2024 köpfte Trauner Österreich gegen Polen in Führung, verletzte sich aber im gleichen Spiel schwer am Oberschenkel
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Bei der EURO 2024 köpfte Trauner Österreich gegen Polen in Führung, verletzte sich aber im gleichen Spiel schwer am Oberschenkel

90minuten: Du hast elf deiner 16 ÖFB-Team-Spiele unter Ralf Rangnick absolviert. Ich finde es beeindruckend, wie sehr er auf dich gesetzt hat, obwohl du vom Profil vielleicht nicht der klassische "Red-Bull-Verteidiger" bist. Wenn du fit warst, hat er dich immer einberufen und auch eingesetzt, er hätte dich auch gerne noch zur WM mitgenommen.

Trauner: Es hat irgendwie alles zusammengepasst. Das war in meiner besten Phase bei Feyenoord. In den letzten Jahren vor dem Trainerwechsel war ich nie dabei, dann hat eine neue Ära begonnen, eine neue Art Fußball zu spielen. Ich glaube, ich habe ihn im Training überzeugen können. Ich war die Red-Bull-Schule von 'Oli' Glasner gewohnt, für mich war es sehr normal, was wir da gemacht haben und was gefragt war.

Ich glaube, er hat schnell verstanden, dass das gut zu mir passt. In einem Lehrgang hat sich alles verändert, ich war jahrelang überhaupt kein Thema beim Team und auf einmal war ich immer dabei, wenn ich fit war. Ich bin sehr dankbar, was mir da noch ermöglicht worden ist. Das große Highlight war die EURO 2024 in Deutschland, für die heurige WM haben mir leider ein paar Wochen gefehlt, um dabei zu sein.

90minuten: Trauerst du der WM-Teilnahme nach?

Trauner: Das wäre die absolute Krönung gewesen. Ich habe immer gesagt, wenn ich bei der WM dabei bin, höre ich sofort auf, weil dann ist das das perfekte Ende. Es ist natürlich traurig, dass es nicht so gekommen ist, aber ich habe natürlich die Entscheidung verstanden und habe auch gemerkt, dass ich nicht auf dem Level war, auf dem ich sein hätte sollen, um dort dabei zu sein.

Es war schon hart, die Spiele im Fernsehen zu sehen, aber wenn die WM - ohne sie schlecht zu reden - noch spezieller verlaufen wäre, hätte ich mich vielleicht noch mehr geärgert. So war die EURO das größere Highlight von beiden Turnieren und dort war ich dabei.

"Rotterdam ist eine Hafenstadt, die Menschen dort wollen, dass jemand hart arbeitet und kämpft und keine Show aufzieht."

Gernot Trauner

90minuten: Kommen wir auf deine Klubkarriere zu sprechen. In Rotterdam haben dich die Fans geliebt, du wurdest von ihnen Fußball-Apotheker oder "Kale Kletser" und von deinen Mitspielern General genannt. Wie baut man sich in so kurzer Zeit so ein Standing auf?

Trauner: Als ich dorthin gekommen bin, war der Verein in keiner guten Phase. Dann kam der Trainerwechsel auf Arne Slot, der mich unbedingt holen wollte. Ich war schnell fixer Bestandteil der Mannschaft. Ich denke, meine Art und Weise, ohne irgendwelche Starallüren, als jemand, dem es nicht wichtig ist, mit welchem Auto du fährst oder welches Gewand du anhast, war das, was den Leuten gefallen hat.

Rotterdam ist eine Hafenstadt, die Menschen dort wollen, dass jemand hart arbeitet und kämpft und keine Show aufzieht. Das alles gepaart mit der Leistung ist einfach honoriert worden - dass wir erfolgreich waren, hat natürlich auch geholfen. Und dann haben sie mir einige Spitznamen gegeben. (schmunzelt)

90minuten: Welcher hat dir am besten gefallen?

Trauner: Ich habe es lustig gefunden und habe das Spiel einfach mitgespielt. Innerhalb der Mannschaft hat mir ein Spieler den Namen 'General' gegeben, das ist dann einfach übernommen worden und war eigentlich ganz cool.

"Kale Kletser" - zu Deutsch "glatzköpfiger Haudegen" - war einer der weniger schmeichelhaften Spitznamen Trauners in Rotterdam
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"Kale Kletser" - zu Deutsch "glatzköpfiger Haudegen" - war einer der weniger schmeichelhaften Spitznamen Trauners in Rotterdam

90minuten: Mit Feyenoord wurdest du einmal Meister und einmal Pokalsieger, ein Titel mit dem LASK ist dir verwehrt geblieben. Meine These lautet, dass eure Mannschaft 2019/20 sogar stärker gewesen ist als jene LASK-Mannschaft, die heuer Doublesieger wurde. Würdest du diese unterschreiben?

Trauner: Ich will das Double überhaupt nicht schmälern, das war eine unglaubliche Leistung. Aber man muss auch ehrlich sagen, dass Salzburg und auch Sturm heuer nicht auf dem Top-Level waren und der LASK es dadurch geschafft hat - trotzdem Hut ab!

Für uns wäre damals ein Titel absolut möglich und auch verdient gewesen, wenn Salzburg in dieser Zeit nicht so eine Übermacht gewesen wäre. Wenn man daran denkt, wer damals dort gespielt hat: Haaland, Szoboszlai - das sind Spieler, die mittlerweile auf Weltklasse-Niveau sind. Das ist in Salzburg in den letzten zwei, drei Jahren nicht mehr so am Platz gestanden.

90minuten: Ihr habt in dieser Zeit zwei Mal Sporting mit drei Toren Unterschied geschlagen. Am Donnerstag trifft der LASK wieder auf den portugiesischen Spitzenklub. Wie siehst du die Chancen?

Trauner: Eigentlich ganz gut, ich glaube, dass sie auf jeden Fall Chancen haben. Uns ist Sporting damals extrem gut gelegen, weil sie mit unserem argen Pressing nicht zurecht gekommen sind. Das hat sie damals überfordert, darum haben wir gegen sie immer gut ausgeschaut. Wir haben drei Mal gegen sie gespielt, wir hätten alle drei Spiele gewinnen müssen, das erste haben wir noch durch unter anderem ein Tor von Bruno Fernandes verloren. Die anderen zwei Mal haben wir sie relativ deutlich geschlagen und waren einfach extrem gut im Spiel.

Das muss der LASK probieren, wieder zu schaffen. Sporting hat natürlich individuelle Qualität. Die wollen kicken und den Ball am Fuß haben. Wenn man ihnen diesen Platz gibt, werden sie die Qualität haben, das auszuspielen. Aber ich gehe davon aus, dass es ein Spiel auf Augenhöhe werden wird. Der LASK hat noch nicht den großen Erfolg in Europa gefeiert. Sie wissen, sie müssen jetzt liefern.

90minuten: Allgemein konnte der LASK seine erfolgreiche Mannschaft samt Trainerteam zusammenhalten und dazu noch punktuell verstärken, dennoch scheint es ein wenig am Selbstverständnis aus dem Frühjahr zu mangeln. Woran liegt das deiner Meinung nach?

Trauner: Die Doppel- bzw. Dreifachbelastung ist schon ein Thema, du hast sehr wenig Zeit, dich auf die einzelnen Spiele vorzubereiten. Der Kader ist nicht riesengroß und mit der Verletzung von Adeniran hat einfach eine Riesenstütze gefehlt, Sasa (Kalajdzic, Anm.) hat auch nicht die beste Vorbereitung gehabt. Das sind ein paar Bausteine, die noch nicht so fitten wie gegen Ende der letzten Saison, auch wenn der Kader relativ unverändert ist.

Gleichzeitig hast du sofort diese Spiele, in denen du eigentlich am Top-Level spielen solltest. Nichtsdestotrotz finde ich, dass sie einen guten Fußball spielen, sie werden auch in der Liga wieder eine gute Rolle spielen. Sie sind vielleicht noch nicht auf dem Level, auf dem sie gegen Ende der Vorsaison waren, aber ich traue ihnen zu, wieder dorthin zu kommen.

Trauner und Kühbauer kennen und schätzen sich
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Trauner und Kühbauer kennen und schätzen sich

90minuten: Dietmar Kühbauer wird oftmals nachgesagt, in der zweiten Saison schlechter zu funktionieren als in der ersten, was sich statistisch aber eigentlich gar nicht belegen lässt. Ist die Arbeit als Trainer nicht einfach ungleich schwieriger, wenn man sich nicht eine ganze Woche auf einen Gegner vorbereiten kann, sondern man alle drei Tage spielt und dazwischen eigentlich nur Regenerationstrainings machen kann?

Trauner: Man ist als Trainer ein bisschen eingeschränkt. Man versucht natürlich, die begrenzte Zeit am Platz bestmöglich zu nutzen. Das ist eine Herausforderung - vor allem darauf zu schauen, dass die Spieler, die nicht so viel spielen, trotzdem auf 100 Prozent sind, wenn sie gebraucht werden.

Für einen Trainer, der extrem erfolgreich ist, ist das Jahr darauf oftmals eine große Herausforderung, weil die Gefahr da ist, dass man hier und da etwas weniger macht und sich ein bisschen zu sicher fühlt. Das kann sehr schnell kippen. Aber das sehe ich beim LASK nicht, auch wenn sie in der Liga schon ein paar Punkte liegen haben lassen. 'Didi' hat schon sehr früh in der Saison angesprochen, dass er das sicher nicht zulässt. Er ist einer, der sowas schnell erkennt und den Spielern auf die Zehen steigt.

Man darf aber auch die mentale Belastung für die Spieler nicht vergessen. Sie spielen gegen die Stars von Liverpool, darüber wird ein paar Tage geredet, aber dann steht schon wieder das nächste Spiel gegen Hartberg oder Altach an und du musst wieder genau das bringen wie gegen Liverpool. Es ist eine mentale Herausforderung, solche Spiele genau so anzunehmen.

90minuten: Abschlussfrage: Sehen wir eines Tages einen LASK-Trainer Gernot Trauner?

Trauner: (lacht) Ich habe noch nicht mal angefangen, habe noch nicht mal einen Trainerjob gemacht. Jetzt will ich mal herausfinden, was das Richtige für mich ist. Ich will einen Job haben, der mir Spaß macht. Aber ich kann es mir schon vorstellen.

Ich habe gleichzeitig einen großen Respekt vor dem Trainerjob, weil es ein Beruf ist, bei dem du noch weniger planen kannst als als Spieler. Du hast einfach nicht immer alles in der eigenen Hand. Das Harte am Trainergeschäft ist, dass du oft deinen Job verlierst, obwohl du eigentlich gute Arbeit geleistet hast.

90minuten: Vielen Dank für das Gespräch!

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