Das Ende des Grunddurchgangs, die Teilung der Tabelle markiert eine Zäsur in der ADMIRAL Bundesliga.
Nicht nur für die Vereine, sondern auch für die Spieler und ihre Finanzplanungen. Für fast alle von ihnen ändert sich mit dem Einstieg in die Meister- oder Quali-Gruppe nämlich ihr Prämien-Modell.
Abgesehen von ihrem fixen Monatsgehalt kassieren Österreichs Profi-Kicker nämlich auch Punkte- und Sieg-Prämien, dazu kommen teilweise auch Torprämien.
Ein ordentlicher Brocken am Gehaltszettel
Diese variablen Anteile sind nicht selten ein ordentlicher Brocken auf dem Gehaltszettel.
90minuten-Informationen zufolge kassieren etwa Spieler der beiden Wiener Vereine Austria und Rapid sowie jene des SK Sturm rund 1.000 Euro pro Punkt.
Die Sportgewerkschaft "younion" hat in einer Blitz-Umfrage mit Spielern aller Vereine festgestellt, wie sich die Prämien nach der Tabellenteilung ändern.
Was sich nach dem Grunddurchgang ändert
Bei fast allen Klubs erhöht sich die im Grunddurchgang ausgezahlte Punkte-Prämie in der Meister-Gruppe – etwa um den Faktor 1,5 – reduziert sich in der Quali-Gruppe wiederum – etwa um den Faktor 0,5.
Ein Beispiel: Wenn ein Kicker in den ersten 22 Runden noch 500 Euro pro Punkt kassiert hat, sind es in der Meister-Gruppe 750 Euro, in der Quali-Gruppe nur 250 Euro.
"Dass es hier leistungsbezogene Änderungen gibt, ist grundsätzlich fair und begrüßenswert", sagt Stephan Auer von der "younion".
In der Regel ist in den Verträgen festgehalten, dass Punkteprämien ab einem Einsatz von 30 Minuten schlagend werden, bei geringeren Einsatzzeiten kann es weniger oder gar kein Geld geben.
Spezielle Regelungen bei einigen Klubs
Es gibt aber auch Klubs, bei denen es ganz andere Prämien-Regelungen in den Verträgen gibt.
Wie 90minuten erfuhr, macht der Wolfsberger AC gar keinen Unterschied zwischen Meister- und Quali-Gruppe, bezahlt über die gesamte Saison hinweg dieselbe Summe – das sind rund 800 Euro pro Punkt.
Aufatmen bei den Rapid-Spielern
Ganz anders ist die Situation beim SK Rapid. 90minuten-Recherchen haben ergeben, dass die Hütteldorfer nach der 22. Runde ihren Spielern grundsätzlich nur dann Punkteprämien bezahlen, wenn sie in der Meister-Gruppe vertreten sind.
Hätten die SCR-Profis also nicht am letzten Spieltag des Grunddurchgangs den Platz über dem Strich fixiert, hätten sie unabhängig von etwaigen Erfolgen in der Quali-Gruppe in der Saison 2025/26 keine Punkteprämien mehr erspielen können.
Salzburg-Profis unter Druck
Und dann wäre da noch der FC Red Bull Salzburg.
Wie 90minuten aus Berater-Kreisen erfuhr, werden Punkte-Prämien prinzipiell nur dann ausgezahlt, wenn der Klub am Ende einer Runde unter den Top 3 der Tabelle zu finden ist, in einzelnen Spielerverträgen ist es sogar auf die Plätze eins und zwei eingegrenzt.
Harald Prantl