ÖFB-Team: Die Gewinner und Verlierer
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ÖFB-Team: Die Gewinner und Verlierer

Wer ist in Ralf Rangnicks Gunst gestiegen? Wer hat seine Chance nicht genutzt?

Der XXL-Lehrgang des ÖFB-Teams ist vorbei.

Vier Spiele, 360 Spielminuten, keine Niederlage. Ralf Rangnick hat in der UEFA Nations League ein paar Dinge ausprobiert.

Nicht weniger als 27 Spieler sind zum Einsatz gekommen. Doch wer darf zufrieden auf die Spiele zurückblicken? Wer hat sich das sicher anders vorgestellt?

90minuten nennt vier Gewinner und vier Verlierer:

DIE GEWINNER:

Xaver Schlager

Xaver Schlager
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Wie sehr ein topfitter Xaver Schlager bei der WM 2026 gefehlt hat, wurde einem in diesen zwei Wochen erst wieder bewusst. Der Nottingham-Legionär marschierte in allen vier Spielen über die volle Spielzeit in unnachahmlicher Vehemenz gegen den Ball und mit Konsequenz im Spiel mit dem Ball.

Seine Vorarbeit im Heimspiel gegen den Kosovo, als er im Tempodribbling die Gegner reihenweise stehen ließ und dann Assistgeber Wimmer ideal bediente, war eines der ÖFB-Highlights des Jahres. In dieser Form nicht wegzudenken aus dem Team.


Patrick Wimmer

Patrick Wimmer
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In Abwesenheit von Marcel Sabitzer und Christoph Baumgartner nutzte der Hoffenheim-Legionär seine Chance im Kampf um die Plätze auf den drei Zehner-Positionen.

Dass ihn Rangnick in allen vier Partien von Beginn an auflaufen ließ, ist schon ein deutliches Zeichen dafür, dass der 25-Jährige in der Hackordnung nach oben gerutscht ist. Nicht zuletzt dank wirklich starken Leistungen im Pressing und Gegenpressing.


Christian Zawieschitzky

Christian Zawieschitzky
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Der Tiroler hat nur wenige Wochen gebraucht, um von einem Talent, das landläufig kaum bekannt ist, zu einer potenziellen Nummer eins im Nationalteam aufzusteigen. Richtig starken Leistungen in Salzburg sei Dank.

Es folgte das Debüt im A-Team mit 19 Jahren – in der 2. Republik war nur Legende Walter Zeman jünger. Gegen den Kosovo lieferte er eine sehr gute Vorstellung ab, kassierte nur ein Elfertor.


Christoph Lang

Christoph Lang
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Lediglich 45 Spielminuten – in zwei Partien war er gar nicht im Einsatz – brauchte der Steirer, um aus Rangnick folgende Worte hervorzulocken: "Das ist ein Spieler, wenn der sich so weiterentwickelt, werden wir an ihm in den nächsten Jahren Freude haben."

Soll heißen, mit einem Tor und einem Assist hat der LASK-Kicker dafür gesorgt, dass er nicht zum letzten Mal beim ÖFB-Team dabei war.


DIE VERLIERER:

Marco Friedl

Marco Friedl
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Innenverteidiger, so weit das Auge reicht. Die Konkurrenz in der zentralen Defensive wird immer größer. Und die Situation für den Werder-Kapitän nicht angenehmer.

Dass er in Rangnicks Gunst nicht unbedingt weit oben steht, belegen läppische elf Minuten, die er im Heimspiel gegen den Kosovo bekommen hat. Ansonsten schmorte er drei Mal 90 Minuten auf der Bank. Dabei sind Linksfüßer in der Innenverteidigung rar gesät…


Lukas Jungwirth

Lukas Jungwirth
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Wie blöd kann das alles laufen!? Der Plan war klar: Jeder der vier Goalies bekommt ein Spiel. Zufall, dass just das erste Spiel im Heimstadion des LASK-Goalies über die Bühne ging, logisch, dass Rangnick zum Auftakt auf den etablierten Alexander Schlager setzte.

Im zweiten Spiel war Christian Zawieschitzky dran, bitter für Jungwirth, weil das bedeutete, dass der Salzburg-Goalie in der U21 den Vorzug bekommen würde. Zawieschitzky sagte dann der U21 aber verletzt ab, Jungwirth "durfte" doch runter zu den Youngsters und wurde so um sein A-Teamdebüt gebracht.


Marco Grüll

Marco Grüll
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Bärenstarke Leistungen für Werder sorgten dafür, dass der Salzburger erstmals seit einem Jahr wieder ins ÖFB-Team einberufen wurde. Die Chance, sich in der – aufgrund der Abwesenheit Sabitzers und Baumgartners löchrigen – Zehnerreihe vorerst festzuspielen, hat er nicht genutzt.

Dabei stand er zum Auftakt sogar in der Startelf, nach 45 Minuten war aber schon wieder Schluss, und erst in Pristina bekam der 28-Jährige den nächsten Auftritt, bei dem er farblos blieb.

Sascha Horvath

Sascha Horvath
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Das ist natürlich ganz bitter. Seit vielen Monaten drückt Sascha Horvath der Bundesliga seinen Stempel auf, Rangnick ignorierte ihn aber geflissentlich. Dann wurde der LASK-Kapitän doch nachnominiert, jubelte in Linz gegen Israel über seine Premiere.

Wenige Tage später musste er verletzt abreisen, konnte sich kein weiteres Mal zeigen. Ob der 30-Jährige überhaupt noch einmal eine Chance bekommt?

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