Seitdem Manfred Fischer 2021 bei der Wiener Austria andockte, hat ihn ein Gedanke täglich angetrieben.
"Gemeinsam mit der Mannschaft etwas zu erreichen und vielleicht am Ende die Schale in den Händen zu halten", erklärte der "Veilchen"-Kapitän gegenüber dem "kicker" im April 2026.
Vor dem Saisonauftakt hat 90minuten den 30-Jährigen wieder mit dieser Aussage konfrontiert. Wie er die Chance auf den Meistertitel sieht? "Schwer, da muss man schon ganz realistisch sein", antwortet er.
Immerhin oben mitgespielt
Dabei war man in den vergangenen zwei Saisons mehr oder weniger knapp dran - zumindest zeitweise. 2025/26 fehlten fünf Runden vor Schluss sechs Zähler auf den damaligen Tabellenführer Sturm.
In der Spielzeit davor gab es sogar am letzten Spieltag noch eine Chance auf den Meisterteller für die Austria.
Beide Szenarien sieht Fischer in dieser Saison nicht kommen: "Meistertitel? Es wäre verwerflich, wenn ich behaupten würde, dass wir das heuer schaffen können."
Verhaltenes Ziel
Den Ball hält er in Bezug auf das Saisonziel ebenso flach. "Unsere erste Priorität ist es, in die Top Sechs zu kommen."
Erst wenn dieses Ziel abgeschlossen ist, würde er den Blick weiter nach vorne richten wollen. "Dann schauen wir, ob wir wieder eine Rolle spielen können. Vielleicht heuer - wenn wir es schaffen - mit ein bisschen mehr Glück."
Drei Teams sind ganz klar vorne
Vor dem Beginn der Meisterschaft schätzt der Mittelfeldmann drei Konkurrenten deutlich stärker als seine Austria ein: Sturm, Salzburg und den LASK.
"Die sehe ich auf jeden Fall vor uns, das muss man auch respektieren."
Jonas Pamperl