Diese Art von Trainer will Mario Sonnleitner sein
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Diese Art von Trainer will Mario Sonnleitner sein

Der Ex-Rapidler startet mit dem FAC Wien in seine erste Saison als Cheftrainer. Welche Taktik er präferiert und welche Trainer seine Vorbilder sind:

"Wir wollen wieder überraschen - so wie letzte Saison." Dieses Ziel gibt Mario Sonnleitner vor seiner ersten Saison als Cheftrainer des FAC aus.

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Der Ex-Rapid-Spieler kennt den Verein, der die vergangene Saison auf Platz vier beendete, bereits bestens, nachdem er seit Anfang 2025 als Co-Trainer beziehungsweise zwischendurch sogar für zwei Spiele als Interimstrainer für den FAC tätig war.

Viel geändert hat sich für ihn persönlich seit dem Rollenwechsel nicht. "Ich habe schon immer gewusst, wie ich spielen will, was die Philosophie vom FAC ist und sein soll, und die versuchen wir jetzt sukzessive in die Spieler, aber auch in den Verein, reinzubringen", erklärt der 39-Jährige im Gespräch mit 90minuten.

Toptorschütze muss ersetzt werden

Anders schaut das in der Mannschaft aus. Beim Zweitligisten gab es mit Lukas Gabbichler (SKN), Tormann Juri Kirchmayr (Leih-Ende), Flavio (SV Horn) oder Alex Sobczyk (vereinslos) auch Abgänge zu verschmerzen.

Gabbichler sorgte mit zwölf Toren für die meisten Pflichtspieltreffer der Wiener in der abgelaufenen Spielzeit. "Das ist natürlich nicht immer so einfach eins zu eins zu setzen. Wir haben jetzt ein bisschen einen anderen Spielertyp mit Mario Vucenovic (Lustenau) dazubekommen, aber da sehen wir auch irrsinniges Potenzial", sagt der Trainer über einen seiner Neuzugänge.

Insgesamt begrüßte das Team vorerst sieben neue Gesichter im Verein, weitere Spieler machten den Sprung von der zweiten Mannschaft zu den Profis.

Dank einer "kuscheligen Kabine" beim FAC soll das Teamgefüge bald wiederhergestellt sein, denn "ohne das wird es nicht funktionieren", so Sonnleitner, der einen Pluspunkt darin sieht, bereits viele Spieler und die Rahmenbedingungen zu kennen.

Der FAC begrüßt vorerst sieben externe Neuzugänge im Verein.
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Der FAC begrüßt vorerst sieben externe Neuzugänge im Verein.

Im Vergleich zur Vorsaison hatte der Klub diesen Sommer dennoch einen Vorteil: 14 Vertragsspieler waren bereits vorhanden, somit habe man nur noch vereinzelt an Positionen schrauben müssen. Da der FAC aber nicht die riesigen Gehälter zahlen könne, musste man dennoch kreativ sein, so der Trainer.

DNA des FAC? Junge, hungrige, willige Spieler

Er hatte dabei ein besonderes Anliegen: "Für mich war es immer wichtig, dass ich Spieler habe oder bekomme, die selber Visionen haben. Ich habe Visionen im Trainerteam, der FAC hat Visionen."

Insgesamt zeigt sich Sonnleitner aber zufrieden: "Ich bin sehr glücklich mit den Transfers, die wir bis jetzt haben. Ich glaube, dass das die DNA vom FAC sein muss: Hungrige, junge, willige Spieler, die ihren nächsten Step gehen wollen."

Ob der Kader so bereits fertig ist, lässt er noch offen. "Wir beobachten den Markt. Wenn wir irgendwo merken, vielleicht bräuchte man noch einen Support für die Mannschaft, der uns weiterhelfen kann, dann werden wir vielleicht noch am Transfermarkt aktiv", sagt der Cheftrainer, der betont, dass man keine Ablöse zahlen könne und auf vertragslose - oder Spieler, die nicht so viel zum Einsatz kommen - schauen müsse.

Probleme im Rapid-Testspiel

Den ersten Härtetest der neuen Saison gab es bereits am Freitag. In der ersten Runde des UNIQA ÖFB-Cups konnte man sich gegen Regionalligist SV Horn erst im Elfmeterschießen durchsetzen.

Einen guten Einblick in die Leistungsfähigkeit seines Teams hat Sonnleitner bereits vor dem Cup-Auftakt bekommen. Gegen Rapid musste man im ersten Testspiel eine 1:4-Niederlage hinnehmen. "Da haben wir schon festgestellt, dass wir gegen den Ball noch nicht ganz fit waren", analysiert der Trainer.

Gegen Rapid musste man im ersten Testspiel eine deutliche Niederlage hinnehmen.
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Gegen Rapid musste man im ersten Testspiel eine deutliche Niederlage hinnehmen.

Das soll vor dem Auftakt in die neue Saison der ADMIRAL 2. Liga natürlich besser funktionieren, wobei man die Leistung in weiteren Duellen gegen den Wiener Sport-Club (3.7.) und Leobendorf (10.7.) bereits steigern konnte.

Für den FAC wird es am 31. Juli erstmals ernst. Der Vizemeister aus St. Pölten ist in der ersten Runde im 21. Bezirk zu Gast (ab 20:30 Uhr im LIVE-Stream >>>).

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Ziel: "Wollen einstellig bleiben"

Ein definitives Saisonziel wurde nicht ausgegeben, auch "weil wir nicht genau wissen, wie stark die Liga ist und wie wir performen. Aber wir wollen schon auf jeden Fall einstellig bleiben".

Zufrieden sei er jedoch bereits, wenn "wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben" - immerhin sei der FAC "der Verein, der wahrscheinlich mit dem niedrigsten Budget in die Saison geht".

In der Favoritenrolle auf den Meistertitel sieht Sonnleitner übrigens Bundesliga-Absteiger Blau-Weiß Linz und die Vienna, die bei den Transfers "All in" ging.

FAC: Nächster Schritt in Professionalisierung und Philosophie?

Feststeht, dass für den FAC in der Sommerpause ein neues Kapitel begonnen hat. Der Verein will den nächsten Schritt in der Professionalisierung gehen - Ziele und die Philosophie wurden verändert. Vom Nachwuchs bis zu den Profis soll künftig ein roter Faden gesehen werden.

"Ich werde keine Luftschlösser bauen, aber ich werde allen aufzeigen, wo sie stehen, und versuchen, sie alle weiterzubringen."

Sonnleitner über seine Kommunikation als Trainer

"Wir als Trainerteam der Kampfmannschaft versuchen, auch in den Unterbau zu gehen beziehungsweise zu den Amateur- und Nachwuchstrainern, damit wir ähnlich denken", so Sonnleitner.

So will Sonnleitner den FAC spielen lassen

Wie dieser rote Faden ausschauen soll? Zumindest was die Spielidee seiner Kampfmannschaft angeht, hat Sonnleitner, der gerade in Nordirland die UEFA-A-Lizenz absolviert, einen klaren Plan:

"Man muss als Trainer immer ein System wählen, das der Mannschaft guttut. Wir haben eine junge, dynamische Mannschaft, deswegen werden wir versuchen, sehr hoch zu attackieren und schnell in die Tiefe zu kommen, mit guter Defensivarbeit natürlich."

Einen Vorteil sieht Sonnleitner auch darin, selbst Profi gewesen zu sein. "Ich kenne alle Situationen von jedem Spieler, ob man Startspieler ist, ob man jung ist, ob man von der Bank kommt, ob man schon ein bisschen älter und erfahren ist. Ich weiß, wie die Kabine funktioniert, was wichtig ist, was für Maßnahmen vielleicht helfen und welche nicht."

Foda und Barisic als Vorbild

In seiner Karriere habe er von vielen Trainern gelernt. Besonders geprägt hätten ihn Franco Foda und Zoran Barisic. Das wolle er nun versuchen, mit seinem eigenen Stil zu verpacken.

"Ich werde keine Luftschlösser bauen, aber ich werde allen aufzeigen, wo sie stehen, und versuchen, sie alle weiterzubringen. Ob das dann bei jedem Spieler gelingt, wird nicht immer sein, aber es müssen alle das Gefühl haben, dass sie Chancen bekommen."

Zieht die Mannschaft an einem Strang, dann spricht wohl wenig gegen das Minimalziel, "nichts mit dem Abstieg zu tun haben".

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