Foto: © GEPA Have a break, have a Taktik

Darum mussten sich Gregoritsch und Co. Laimer und den Bullen geschlagen geben

RasenBallsport Leipzig gegen den FC Augsburg ist aus österreichischer Sicht ein hoch interessantes Spiel mit einer Reihe von Legionären. 90minuten.at hat das Spiel der heimischen Kicker analysiert.

Von David Goigitzer

 

Die Leizpziger traten mit Stefan Ilsanker als Sechser und Konrad Laimer als Rechtsverteidiger an. Die Augsburger agierten mit einer rein österreichischen Innenverteidigung, Hinteregger links und Danso rechts sollten zwei Säulen für die Gäste darstellen. Ganz vorne im 4-2-3-1 fand man Michael Gregoritsch, der in bisher 21 Bundesliga-Spielen 9 Tore für die Augsburger erzielte. In einer spannenden Begegnung, in der Leipzig das Spiel auf ihre eigene Weise dominierten, trennte man sich 2:0 nach einem Volley von Upamecano nach einer verlängerten Flanke und nach einem direkten Freistoß von Naby Keita

 

Gregoritschs Rolle

Michael Gregoritsch agierte an vorderster Spitze, eine seiner wichtigsten Aufgaben war das Spielen von Ablagen, welche er auch immer wieder klug mit einem Kontakt abzuspielen vermochte. Als Zielspieler sollte er immer wieder lange Bälle festmachen. Teilweise erhielt er die von Hinteregger, die meistens gechippt kamen, oft aber auch von Torwart Marvin Hitz, welche schwieriger zu kontrollieren waren. Im Pressing der Augsburger war er der Keil, der die Innenverteidiger voneinander trennen sollte. Hier zeigte er immer wieder gute Intensität. Auch im Gegenpressing und Rückwärtspressing war Gregoritsch sehr aktiv und konnte auch einige Bälle für seine Mannschaft zurückerobern. Der Steirer hatte in den ersten Minuten auch eine ordentliche Chance, als er einen Stanglpass mit der Ferse verwandeln sollte, Leipzig-Verteidiger Willi Orban hier aber dazwischen rutschte. (Bild) Durch seine Größe konnte Gregoritsch einige Male schwer zu kontrollierende Bälle gegen hohen Gegnerdruck behaupten. Seine Ähnlichkeit zu Youssef Poulsen in Sachen Spielertyp wurde deutlich, wenngleich auch der Qualitätsunterschied in der Ausführung der Aktionen ebenfalls sichtbar war. Auf engem Raum zeigte Gregoritsch ein, zwei technisch sehr feine Kontrollen, jedoch war seine Körperorientierung öfters suboptimal und sein Umblickverhalten teilweise nicht vorhanden, sodass seine Entscheidungen einige Male zu Ballverlusten der Fuggerstädter führten.

 

Abbildung 1: Gregoritsch versucht den Ball mit der Ferse ins Tor zu befördern, scheitert jedoch.

Hintereggers Passqualität super

Martin Hinteregger war neben Kapitän Daniel Baier der federführende Spieler und gab immer wieder Anweisungen an seine Kollegen, wie sie sich formieren sollten. Baier kippte links neben ihn ab und gemeinsam sind sie die Haupt-Aufbauspieler. Hintereggers Passqualität war wie gewohnt stark, mit gechippten Bällen erfüllt er die Anforderungen des Augsburger Offensivspiels in Sachen Direktheit, schafft es aber mit guter Übersicht dieses direkte Spiel nicht zu unkontrolliert zu machen. Hinteregger hatte gleich zu Beginn auch Situationen, in denen er Freiraum vor sich fand und in diesen hineindribbelte, Gegner auf sich zog und dann sich vom Ball befreite mit einem klugen Pass, der den Augsburger Angriff fortschreiten ließ. Der Innenverteidiger zeigte in diesen Situationen immer wieder seine Ruhe und Abgeklärtheit.

 

Abbildung 2: Nach einem abgefangenen Ball dribbelt Hinteregger in die Spielfeldmitte und chippt einen Ball auf den rechten Flügel.

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