Zuschauer-Desaster zum Rückrundenstart
Obwohl das Wiener Derby am Programm der 21. Runde der Tipico-Bundesliga stand, fanden sich im Schnitt nur 5.800 Fans in den Stadien ein. Ein 90minuten.at-Statistikcheck von Michael Fiala
15.557 Fans im Happel-Stadion freuten bzw. ärgerten sich schlussendlich über das 1:1 zwischen Rapid und Austria. Die Derby-Fankulisse war wohl der einzige, positive Lichtblick in dieser Auftakt-Runde, denn immerhin fanden sich im Happel-Oval im kalten Februar knapp mehr Fans ein als beim ersten Aufeinandertreffen bei sommerlichen Temperaturen im August. Leider werden aber auch solch positive Tendenzen durch negative Meldungen wie hier oder hier überlagert.
Insgesamt war die 21. Runde, die erste „Frühjahrsrunde“ im Jahr 2017, aus Zuschauertechnischer Sicht jedoch ein Desaster: Offiziell knapp über 2.000 Fans in der Südstadt, knapp über 3.000 in Wolfsberg und 3.200 beim Gatsch-Desaster zwischen Mattersburg und Sturm Graz. Den Bullen-Kick gegen St. Pölten wollten sich auch nur knapp über 5.000 Fans antun. Damit blieb der Schnitt in dieser Runde trotz Derby unter dem der aktuellen Saison (siehe Grafik).
Eine Million sehen Nicht-Abfahrt
Während also am Samstag knapp über eine Million Menschen auf ORFEins die Nicht-Abfahrt in St. Moritz verfolgten, flimmern über die Bildschirme der Österreicher leere Fußball-Stadien. Zur gleichen Zeit können via Pay-TV oder Internet-Stream DAZN die vollen Stadien in Deutschland oder England konsumiert werden. Österreichs Bundesliga-Fußball hat im Konglomerat der Freizeit-Möglichkeiten ein Positionierungsproblem, dazu braucht es auch nicht die Statistik der 21. Runde. Szenen, wie man sie am Samstag in Mattersburg gesehen hat (siehe Link unten), dürften im 21. Jahrhundert mit Profi-Fußball nicht mehr in Verbindung gebracht werden. Leider hat Österreichs Fußball jedoch aktuell zu Mattersburg & Co, die dem Image des österreichischen Fußballs oft mehr schaden als nützen, kaum Alternativen.
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