Rekord knapp verfehlt: 200 Transfers in Österreich

Die Klubs der Österreichischen Fußball-Bundesliga agierten am Transfermarkt äußerst aktiv. Mit insgesamt 200 Transfers wurde das Rekordhoch aus dem Vorjahr (202) nur knapp unterboten. 

 

Die meisten Spielerwechsel gingen in der Sky Go Ersten Liga über die Bühne. Dort wurden heuer 113 Neuzugänge registriert. Wie im Vorjahr wurde damit ein Rekordhoch seit dem Sommertransferfenster 2010 erzielt. Im Gegensatz dazu waren die 87 Transfers zu einem tipico Bundesliga-Klub der niedrigste Wert im selben Zeitraum.

 

Durchschnittlich transferieren die Klubs exakt 10 Spieler. Wie im vergangenen Sommer kann sich der LASK Linz mit 20 Neuzugängen als Transferkönig bezeichnen. Auf den Rängen folgen der FC Red Bull Salzburg (19) und der FC Liefering (18). Zurückhaltend agierten der RZ Pellets WAC (5) sowie der FC Admira Wacker Mödling, CASHPOINT SCR Altach und KSV 1919 mit jeweils 6 neuen Kickern. Die meisten Abgänge ins Ausland oder zu einem anderen BL-Klub haben der FC Red Bull Salzburg (28), FK Austria Wien (15) und SC Wiener Neustadt (14) zu vermelden.

 

Die Zugänge zu den einzelnen Vereinen grafisch dargestellt:



 

Anmerkung: In den Zahlen sind alle Transfers von Spielern von Klubs der Österreichischen Fußball-Bundesliga enthalten, die als Nicht-Amateure registriert wurden.

 


Österreicher-Anteil: Admira kommt auf 100%, Salzburg auf 31%

Bei der Wahl ihrer Transfers greifen die Bundesliga-Klubs beider Spielklassen weiterhin vermehrt auf Spielermaterial der heimischen Ligen zurück. 99 Spieler kommen von einem anderen Bundesliga-Klub – das sind knapp die Hälfte aller Transfers und der höchste Wert der letzten 6 Sommer-Transferperioden. Schließt man die Landesverbände mit ein, kamen insgesamt 135 der neuangemeldeten Spieler bzw. 68% aller Transfers aus dem Inland.

 

Bei der Kaderplanung spielen österreichische Spieler eine tragende Rolle. In der tipico Bundesliga haben 54 Neuzugänge einen österreichischen Pass – exakt 62 %. Überboten wird dieser Wert von der Sky Go Ersten Liga. Dort könnten sich 73 % der transferierten Spieler auch das Nationaltrikot überstreifen. Dieser Trend zeigt sich auch in den aktuellen Kaderlisten. Lediglich 124 Legionäre sind bei den Klubs der beiden Profiligen im Einsatz und 414 Spieler sind Österreicher (77%).

 

Der Österreicher-Anteil in den Kadern der 20-Profivereine



 


Deutschland als Im- und Exportland Nr. 1 

Deutschland tritt am heimischen Fußballmarkt als Im- und Exportland Nummer 1 in Erscheinung. In der tipico Bundesliga wurden 11 Spieler aus einer Liga des deutschen Nachbarn geholt. In der Sky Go Ersten Liga wird dieser Trend noch offensichtlicher, wo 13 Spieler aus deutschen Ligen geholt wurden. Das sind um 4 Neuzugänge mehr als aus allen anderen Ländern zusammen, die nach Österreich transferiert wurden.

 

Umgekehrt wurden auch die meisten Spieler (23 tipico Bundesliga, 6 Sky Go Erste Liga) in das Land des Weltmeisters abgegeben. Insgesamt machen die Wechsel nach Deutschland über die Hälfte aller Auslandstransfers aus (53%). Insgesamt wechselten heuer 54 Spieler beider Spielklassen ins Ausland. Immer gefragter in ausländischen Profiligen sind österreichische Spieler. So gehören beispielsweise Markus Suttner (FC Ingolstadt 04), Marcel Sabitzer (RB Leipzig) und Heinz Lindner (Eintracht Frankfurt) zu den 22 Österreichern, die sich heuer einem Klub im Ausland anschlossen.