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So viele Fans erwarten LASK und Co. zum Cup-Achtelfinale

Mit dem Viertelfinale des ÖFB-Cups startet der heimische Fußball ins Pflichtspielfrühjahr 2020. Die Zuschauerbilanz wird schlechter aussehen als letztes Jahr. Das ergibt ein Rundruf bei den Heimklubs.

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Wien-Hütteldorf, Pasching, Graz-Liebenau und Wiener Neustadt hießen die Heimspielorte im Viertelfinale des Uniqa ÖFB-Cups vor einem Jahr. Da können die NV Arena in St. Pölten, das Reichshofstadion in Lustenau, die Stadion in Amstetten und auch die Gugl nicht mithalten. Zur Erinnerung: Man spielte eine Woche später und diverse Gründe führten zu sehr gutem Besuch. Der SK Rapid, der sechs Punkte hinter Rang 6 und der Meistergruppe überwintert hatte, begrüßte gegen den TSV Hartberg 12.700 Zuseher. Die Wiener Austria, die dieses Jahr in einer ähnlich unangenehmen Situation ist, spielte (und verlor) in Graz gegen den GAK vor 12.295 Fans. Der LASK, wie der damalige Gegner SKN St. Pölten wieder im Viertelfinale vertreten, schoss die Niederösterreicher vor 5.328 Zuschauern aus dem Paschinger Waldstadion. Red Bull Salzburg, natürlich auch dieses Jahr wieder dabei, spielte damals wie heute auswärts in Niederösterreich. Der SC Wiener Neustadt war vor 2.170 Besuchern ein zäher Brocken. Ein Schnitt von über 8.100 wird sich sicher nicht ausgehen.

"Das kleine - aber feine - Ertl-Glas-Stadion ist bereits seit Dezember ausverkauft. Es sind 2.700 Karten abgesetzt worden" - Amstetten

„Einige hundert“

90minuten.at hat die Heimteams kontaktiert und erfragt, wie viele Tickets schon über den Tisch gegangen sind. Die Antworten sind höchst unterschiedlich. So genau weiß man das bei Zweitligist Austria Lustenau gar nicht. Auf telefonische Anfrage wird mitgeteilt, die Vorarlberger hätten „einige hundert Karten“ für das Duell mit Bundesliga-Schlusslicht WSG Tirol verkauft. Genauer geht es nicht, es gibt verschiedene Vorverkaufsstellen. Auf die Anfrage weitaus konkreter reagierte Zweiligist SKU Amstetten. „Das kleine - aber feine - Ertl-Glas-Stadion ist bereits seit Dezember ausverkauft. Es sind 2.700 Karten abgesetzt worden (Verkauf durch SKU, Verkauf des Gästekontingents durch RB Salzburg sowie überlassenes Kontingent für Veranstalter)“, heißt es auf Anfrage. Zu den 2.700 Karten kommen noch rund 100 akkreditierte Personen, das Auswärtskontingent von ca. 250 Karten ist „komplett vergriffen.“

 

Sturm auf die Gugl

Stand Dienstagmittag hat der SK Sturm 1.100 Eintrittskarten verkauft, die Blackies werden Bus-weise nach Linz gekarrt, nicht Pasching. Denn im Gegensatz zu vor einem Jahr wird der LASK auf der Gugl spielen statt im Umland. Die Oberösterreicher rechnen mit rund 8.000 Fans. Weitaus weniger werden es in St. Pölten sein. Stand Dienstagnachmittag wurden 2.000 Karten ausgegeben, Wacker Innsbruck darf sich auf die Anhängerschaft von 100 bis 200 Personen freuen, so der SKN. Insgesamt rechnet man mit rund 2.500 Fans.

Das ergibt dann vermutlich einen Schnitt von rund 3.500 Fans in den Stadien der ÖFB-Cup-Viertelfinali. Zur Einordnung: Wenn zu Austria Lustenau letztlich rund 1.000 Fans kommen, ist das die Hälfte vom Ligaschnitt. Der SKN spielt derzeit vor rund 3.500 Zusehern. Freuen werden sich Amstetten und der LASK. Die Linzer haben in der Liga derzeit einen Schnitt von ca. 5.500, die Niederösterreicher von 1.330. Wer es nicht in die Stadien schafft oder nur in eines, kann sich die anderen Spiele im Fernsehen ansehen.

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