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Europa-Check: Auf welche Klubs Österreichs Vertreter treffen können

Mit den diversen Saisonfinali lichtet sich der Nebel, auf wen die heimischen Klubs in den Gruppenphasen treffen könnten. 90minuten.at gibt einen Überblick über den derzeitigen Stand der Dinge.

Ein Faktencheck von Georg Sander

 

Zwei Tickets sind schon fix vergeben: Jenes für Meister Red Bull Salzburg in der Gruppenphase der Champions League und jenes des Cupsiegers, das an den Drittplatzierten weiter gegeben wird für die Europa League. Die anderen drei Klubs müssen durch die Quali, auch wenn der LASK gerne Chelsea die Daumen drücken darf – dann nämlich ist man auch fix in der Europa League-Gruppenphase. Der Reihe nach:

 

Sieger der EL-Playoffs

Der Sieger des Europa League-Playoffs steigt in der zweiten Qualirunde ein. Mögliche Teilnehmer sind der WAC, Sturm, Austria, St. Pölten, Rapid, Mattersburg oder Altach. In der zweiten Qualifikationsrunde wären die heimischen Vertreter gesetzt. Gegner wären Teams wie Tobol Kustani aus Kasachstan, Norrköping aus Schweden oder auch vielleicht die Rangers aus Glasgow. Dafür erspart man sich in der zweiten Runde Vertreter aus Spanien, Frankreich oder den Niederlanden.

 

Der Viertplatzierte

Der Viertplatzierte, rechnerisch WAC, Sturm, Austria oder auch St. Pölten, steigt in der dritten Quaifikationsrunde ein. Dort ist die Setzung komplett offen. Die Austria wird mit einem Koeffizienten von acht geführt, die anderen Vertreter von Sturm bis Altach runter mit 6.250. Es ist also eher wahrscheinlich, dass die Teams ungesetzt sind und relativ große Namen warten. Rapid wäre bei einem Aufstieg in Runde 2 mit einem Koeffizienten von 23.5 aber wohl gesetzt.

 

Der Drittplatzierte

Durch den Cupsieg Salzburgs wandert der Fixstartplatz in der Gruppenphase der Europa League an den Drittplatzierten. Das ist mit noch zwei ausstehenden Runden und vier Punkten Vorsprung der WAC. Sturm würde bei Punktgleichheit vorgereiht, die Austria nicht, hat aber im Gegensatz zu den Lavanttalern ein negatives Torverhältnis. Der Koeffizient des Drittplatzierten bewegt sich wie oben erwähnt zwischen 8 und 6.250, es ist also davon auszugehen, dass man im vierten Pot landet und dann eben wohl auf durchwegs Hammergegner trifft. 

 

Der Vizemeister

Grundsätzlich steigen die Linzer als Vizemeister in der zweiten Qualirunde der Champions League im Ligaweg ein. Unter diesen sechs Teams wäre man fix ungesetzt, die möglichen Gegner sind Basel vermutlich Olympiakos oder Vertreter aus den Niederlanden oder der Türkei. Im Idealfall aus heimischer Sicht überstehen die Linzer alle Runden und spielen ebenfalls Champions League. In der dritten Runde ist man sicher ungesetzt, ebenfalls in der vierten. Der LASK muss jedenfalls Chelsea die Daumen drücken. Gewinnt Arsenal das Londoner Derby in Baku um die Europa League, dann sind die Gunners fix in der CL-Gruppenphase. Wenn Chelsea gewinnt, die als Ligadritter ohnehin schon für die Königsklasse qualifiziert sind, steigen die Athletiker in Q3 ein. Wer dort aus der CL-Quali raus fliegt, hat einen Startplatz in der Gruppenphase der Europa League.

 

Der Meister

Dank der Fixquali zur Champions League der Finalteilnehmer Liverpool und Tottenham via Premier League sind die Bullen seit Sonntag in der Gruppenphase der Champions League. Es wird aus vier Töpfen gezogen und es ist nicht gänzlich unwahrscheinlich, dass die Salzburger es mit einem Koeffizienten von 54.5 in den dritten Pot schaffen. In Pot 1 warten Liverpool/Tottenham und Chelsea/Arsenal (also die jeweiligen CL/EL-Gewinner der laufenden Saison) sowie Barcelona, ManCity, Juventus, Bayern/Dortmund, PSG und Zenit St. Petersburg. In Topf 2 sind schon fix Real und Atlético Madrid sowie der deutsche Zweitplatzierte. Leipzig ist auch schon fix dabei, die sind aber in Pot 4, also eine Neuauflage ist möglich. Die genau Topfeinteilung ergibt sich dann später, klarer wird es, wenn in den anderen Ligen mit vier Startplätzen alle Entscheidungen gefallen sind.

 

Fazit: Zwei Gruppenphasen fix, eine dritte wahrscheinlich

Neben den zwei Fixtickets braucht der LASK nur irgendwie die zweite Qualirunde überstehen (oder eben auch nicht) und schon gibt es drei Tickets in den Gruppenphasen. Das wissen wir am 29. Mai kurz vor Mitternacht. Die anderen zwei Starter müssen durch die Mühlen der Qualifikation und dort ist bekanntlich dann doch eher alles möglich. Wirft man hierbei einen Blick auf die Europacup-Performance der letzten Jahre wäre es am Ende wünschenswert, wenn sich die Austria und Rapid die ausstehenden zwei Startplätze sichern.

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