Foto: © GEPA 2019 / Dezember

Zuschauercheck Bundesliga, 17. Runde: Fünf Matches passten ins Allianz Stadion

Die 17. Runde der tipico Bundesliga brachte einen enorm hohen Schnitt, was aber hauptsächlich am 30. Wiener Derby lag.

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Laut offiziellen Zahlen fanden sich am Sonntag 26.100 Menschen im Allianz Stadion ein. Das sind rund 3.000 mehr als in allen anderen fünf Stadien zusammen genommen. Ein detaillierter Blick zeigt aber positive Entwicklungen.

 

Mattersburg und Hartberg mit den niedrigsten Werten

Bereits zum Heimspiel gegen den WAC kamen nur 1.700 Fans, nun waren es offiziell 1.600. Diese waren bei Mattersburg gegen die Admira nur schwer zu finden, aber das ist nun einmal die offizielle Zahl. Immerhin kamen vor einem Jahr zu dieser Paarung mit 1.550 sogar noch ein paar Zuschauer weniger. Die Burgenländer, die im Sommer das Konzept umstellten, müssen sich wohl auf Abstiegskampf einstellen, akutell ist man Tabellenletzter. Wenigstens gibt es für die Mattersburger kommende Runde keine Zuschauerhiobsbotschaften – man spielt auswärts in Tirol.

Die zweitniedrigste Zahl meldet der TSV Hartberg, der den SKN St. Pölten zu Gast hatte. 2.151 sind ein schwacher Wert, vor einem Jahr am 17. Spieltag, 9. Dezember, kamen noch 2.733 Besucher. Der Gegner war aber nicht der SKN St. Pölten, sondern Wacker Innsbruck. Auch wenn die Witterungsbedingungen am Wochenende so schlecht nicht gewesen waren, kann man dieses Heimspiel mit jenem gegen den SKN am 24. Februar 2019 vergleichen: Da kamen unter 2.000.

 

WAC mit wenigen Fans, aber mehr als letztes Jahr, Sturm verbessert

Schon in der 17. Runde 2018/19 trafen sich der WAC und der LASK zum Stelldichein in der Lavanttal Arena. Vor einem Jahr kamen 2.655 Besucher. Das zeigt einen gewissen Aufwärtstrend, nicht ganz 500 weniger als am vergangenen Wochenende. Damit backen die Wolfsberger zwar insgesamt noch recht kleine Brötchen, letztes Jahr lag der Schnitt laut Bundesliga bei 3.647, dieses Jahr deutlich über 4.000.

Es folgt Zuschauer-technisch ein Sprung von rund 5.000 zu Sturm gegen Altach. Nach zuletzt sieben Punkten aus drei Spielen durften sich die Fans auf Nachzügler Altach freuen, auch wenn die Vorarlberger in der Vorwoche den WAC besiegen konnten. Allerdings haben die Rheindörfler Sturm seit fünf Jahren nicht besiegen können. Bemerkenswert: Die letzten beiden Spiele waren, obwohl im August 2018 (6.712) sowie im März 2018 (7.154) . Natürlich hab es zuletzt auch besser besuchte Ligespiele zwischen den beiden Teams, seit dem Wiederaufstieg der Altacher gab es neun Duelle, nur drei verbuchten höhere Zuschauerzahlen als die 8.052 vom Sonntag.

 

Salzburger Kundenbindung und das alles überstrahlende Derby

Die WSG Tirol hat es nicht nur sportlich schwer in dieser Liga und wäre ohne Mattersburger Ineffizienz ohnehin schon Letzter. Bei den Zuschauern ist man das noch nicht, ein gern gesehener Gegner ist man angesichts von lediglich drei Saisonsiegen, zwei davon gegen die Austria, hingegen schon. Bereits vor dem Spiel war eher die Frage, wie hoch Salzburg gewinnen wird, so ehrlich muss man sein. Fünf Trümmer sind es geworden, 8.107 haben es gesehen. Es gibt freilich keine Verlgeichswerte gegen die Wattener, aber vor einem Jahr spielte man beispielsweise am 2. Dezember gegen Altach, vor knapp 5.800 Zuschauern, ähnlich wie zwei Wochen später gegen den SKN St. Pölten. Der Trend geht also nach oben.

Viel weiter nach oben können die Zuschauerzahlen beim Wiener Derby nicht gehen, sofern in Favoriten oder Hütteldorf gespielt wird. 26.100 kamen zum Duell der zwei Mittelständler, die sich am Rasen ein sportlich interessantes, flottes und rasantes Kickerl gaben. Noch einmal: Das sind 3.000 mehr als in allen anderen Stadien zusammen – auch wenn wie beschrieben eigentlich im Vergleich alle Klubs etwas zulegen. Dazu später mehr. Rapid konnte noch keines der nun insgesamt sechs Heimderbies im 2016 eröffneten Allianz Stadion gewinnen. Der Zuspruch ist immer recht gleich, zwischen 25.600 und 26.300 bewegten sich die Zahlen.

Sehr leichte Steigerung im Vergleich

Vor einem Jahr lag der Zuschauerschnitt nach 17 Runden bei 6.401, nun liegt er bei 6.459. Das ist eine sehr leichte Verbesserung. Wie erwähnt konnten aber im Vergleich eigentlich alle Klubs mehr Fans dazu gewinnen. Das ist positiv zu bewerten. Am kommenden Wochenende wird der Saisonschnitt wohl eher zurück gehen. Zwar haben die Veilchen ein Heimspiel gegen den WAC, aber Rapid (bei der Admira), Salzburg (in Hartberg) sowie Sturm (in der auf 6.009 begrenzten Paschinger Raiffeisen Arena), die Zuschauer-starken Klubs, spielen auswärts. Hinzu kommen noch die Duelle St. Pölten gegen Altach (vor einem Jahr 2.143 Besucher) sowie WSG Tirol gegen Mattersburg.

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