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'Notwendiger Umbruch': Austria bilanziert mit kräftigem Minus

Neben Sturm Graz musste auch der FK Austria Wien in der Vorsaison (2015/16) mit 2,9 Millionen Euro ein deutliches Minus in der wirtschaftlichen Bilanz hinnehmen.

 

Der Umsatz im Konzernabschluss, der die AG (Profi- und Amateurteam, Spiel- und Stadionbetrieb), den Verein (Nachwuchs und Akademie), das Merchandising (GET VIOLETT Megastore und www.getviolett.at) und die Gastro GmbH (Catering und Publikumsgastronomie in der Generali-Arena) umfasst, ergab in der abgelaufenen Saison 2015/16 21,63 Millionen Euro und somit und knapp 3 Mio. Euro weniger als noch in der Saison zuvor (2014/15: 24,33 Millionen Euro).

 

Insgesamt ergab das für die Veilchen in der Vorsaison einen Fehlbetrag von 2,90 Millionen Euro. Zum Vergleich: In der Saison 2014/15 erwirtschaftete die Austria noch ein Plus von 2,11 Mio. Euro - nicht zuletzt dank des Transfers von Omar Damari. Ein derartig lukrativer Transfer gelang der Austria in der Vorsaison nicht.

 



 

“Auf wirtschaftlicher Ebene machte sich nicht nur die notwendige und von den Gremien beschlossene Neustrukturierung des Bereichs Sport inklusive eines neuen Trainer-Teams rund um Thorsten Fink, zahlreicher Spieler-Zugänge bei gleichzeitigem Verzicht auf große Transfereinnahmen sowie Aufwertungen in den Bereichen Medizin und Scouting bemerkbar”, heißt es dazu in einer Aussendung der Austria, die ergänzt: “Auch Vor-Investitionen in das S.T.A.R.-Projekt (Planungs- und Vergabekosten, Siedlungs-, Ersatzflächen-Kosten, Gutachten etc.) fielen in einer weiteren europacuplosen Spielzeit erwartungsgemäß ins Gewicht.” Zum Vergleich: Der SK Rapid konnte in der Saison 2015/16 durch die Teilnahme am CL-Playoff und der EL-Gruppenphase abgesehen von den Spieltagseinnahmen rund 10 Mio. Euro an UEFA-Präsmien lukrieren. Rapid hat daher bereits vor einigen Monaten einen Rekordgewinn für die abgelaufene Saison angekündigt.

 

Das EBITDA (Kennzahl für das „Operative Ergebnis“) war zum sechsten Mal in Folge mit + 933 TSD Euro positiv (EBITDA 2014/15: +6,452 Millionen Euro). Die Konzernbilanzsumme zum 30.06.2016 wies 33,93 Millionen Euro (2014/15: 34,39 Millionen Euro) aus. Das Eigenkapital ist nach wie vor deutlich positiv und beträgt + 1,203 Millionen Euro (2014/15: +4,114 Millionen Euro).

 

"Notwendiger Umbruch"

„Die Vorsaison stand – im Sinne einer erfolgreichen Zukunftsgestaltung für unseren Klub und unsere Fans – im Zeichen des notwendigen Umbruchs und der nachhaltigen Investitionen. Diese Maßnahmen waren auf Grund der guten und positiven wirtschaftlichen Ergebnisse der letzten Jahre finanziell möglich und aus der Substanz finanzierbar. Erste Früchte ernten wir in dieser Saison zum einen mit der Qualifikation für die Gruppenphase der UEFA Europa League, zum anderen mit den Baufortschritten in unserer Generali-Arena im Rahmen des S.T.A.R.-Projekts, dem größten Investitionsprojekt in der Geschichte unseres Klubs”, sagt Austria-Vorstand Markus Kraetschmer zu den Zahlen der Vorsaison und ergänzt: “Auch Thorsten Fink und sein Trainerteam, dem wir in der Vorsaison unser Vertrauen geschenkt haben und das einen tollen Job gemacht hat, hat seinen Vertrag erst kürzlich geschlossen verlängert und ist bereits 500 Tage im Amt. Die Austria steht mit einem Eigenkapital von über 1,2 Millionen Euro auf gesunden wirtschaftlichen Beinen und hat eine klar definierte sportliche und wirtschaftliche Zukunftsstrategie! Für die heurige Saison streben wir beim Jahresergebnis die schwarze Null an.“

 

>>> Siehe auch: Bundesliga-Finanzreport - Österreichs Klubs unter der Finanzlupe

>>> Sturm Graz mit mit Verlust von 1,7 Mio. Euro in der Vorsaison

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