Thomas Parits

Der Sportdirektor, Manager, Vorstand oder Geschäftsführer Sport ist für die sportliche Entwicklung des gesamten Vereins zuständig. Er steht über dem Trainer und soll die Geschicke über die Zeit hinaus, die der Trainer auf der Bank sitzt, leiten. Welche Sportdirektoren haben Österreich am meisten geprägt?

Thomas Parits

Die Liste der Spieler, die Thomas Parits zum FK Austria Wien gelotst hat, ist dank einer mehr als acht Jahre langen Tätigkeit beeindruckend. Grundsätzlich ist die Ära Parits von der Loslösung von Frank Stronach gezeichnet. Die Austria gesundete unter seiner Ägide. Zunächst regnete es auch Millionen. Etwa für Joey Didulica (Alkmaar, 1,5 Millionen) oder Filip Sebo (Rangers, 2,5). Doch diese Serie sollte schnell reißen. Nach dem Stronach-Umzug nach Wiener Neustadt 2008 konnte Parits viele aufregende Spieler in den Kampfmannschaftskader holen: Robert Almer, Aleks Dragovic, Mario Bazina beispielsweise (2008), Julian Baumgartlinger, Tomas Jun, Zlatko Junuzovic, Heinz Lindner, Manuel Ortlechner, Marin Leovac (2009), Alexander Gorgon, Georg Margreitter (2010), Nacer Barazite, James Holland, Kaja Rogulj (2011), Philipp Hosiner (2012), Omer Damari (2014), Larry Kayode (2015).

 

Bei den Ablösesummen hakt es oft. Vielversprechende Spieler wie Fränky Schiemer, Aleks Dragovic, Robert Almer, Zlatko Junuzovic, Julian Baumgartlinger, Florian Klein, Michael Liendl gingen – gemessen an der Finanzkraft der aufnehmenden Vereine – um verhältnismäßig wenig oder aufgrund der Vertragssituation um gar kein Geld. Dennoch: Thomas Parits hat die Geschicke der Wiener Austria und somit von Fußball-Österreich maßgeblich mitgestaltet.