Bayern München fordert Schadenersatz von BMW

Der FC Bayern München fordert vom Automobilhersteller BMW einen Schadenersatz in wohl zweistelliger Millionenhöhe, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung am Sonntag (FAS).

Der Betrag soll zwischen 10 und 20 Millionen Euro liegen. Hintergrund des Streits ist offenbar der Vorwurf eines Vertrauensbruchs, nachdem im vergangenem Mai ein hochdotierter Sponsorenvertrag geplatzt war (die F.A.S. berichtete exklusiv). Die geplante Verbindung stand kurz vor Abschluss und hätte zudem in eine Beteiligung von BMW als neuer Gesellschafter der Bayern München AG münden können. Die Rede war von einem möglichen finanziellen Engagement des Konzerns über viele Jahre bis zu einer Milliarde Euro. Spätestens hätte der Autokonzern nach dem Jahr 2025 einsteigen können, wenn die Werbevereinbarung mit dem langjährigen FCB-Partner Audi ausgelaufen wäre. Weder der Bundesligaklub noch BMW wollten auf Anfrage eine Stellungnahme abgeben.

Zum Scheitern brachte das Geschäft laut FC Bayern eine von BMW plötzlich gestellte „nicht erfüllbare“ Forderung. Bei einem Treffen am 8. Mai hatten die Münchner Klubverantwortlichen Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß dies den BMW-Vertretern, darunter Vorstandschef Harald Krüger, überbracht. Um welche strittige Forderung es sich gehandelt haben soll, ist bisher unbekannt.

Von Anfang an soll BMW darauf Wert gelegt haben, vorzeitig in den Sponsorvertrag einsteigen zu können – und nicht erst nach dem Jahr 2025, wenn Audi als enger Partner des FC Bayern aussteigt. Bei einer Einigung hätte BMW also Audi ablösen und dabei auch die 8,33-Prozent-Beteiligung am FC Bayern übernehmen müssen. Der BMW-Vorstand könnte abgelehnt haben, selbst mit Audi darüber zu verhandeln – und dann vielleicht von den Bayern-Verantwortlichen verlangt haben, eine vorzeitige Trennung von dem Konzern in Ingolstadt zu arrangieren. Derzeit sollen der FC Bayern und Audi wieder über eine Verlängerung ihrer Partnerschaft verhandeln. Im Aufsichtsrat des Klubs sitzt auch der Chef des VW-Konzerns, Herbert Diess.

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